Semperit trotzt noch der Krise

21. November 2008, 08:52
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In den ersten drei Quartalen erhöhte sich das EBIT um 1,4 Prozent, der Umsatz wuchs um 8,1 Prozent. Ungeachtet dessen waren im dritten Quartal Einbrüche zu verzeichnen

Wien - Die im dritten Quartal 2008 bereits spürbare Abschwächung der Weltwirtschaft und die weiteren signifikanten Teuerungen im Rohstoffsektor haben die Rahmenbedingungen für die Semperit-Gruppe deutlich verschärft. Trotz des schwierigen Umfelds hat sie den Umsatz eigenen Angaben zufolge erneut gesteigert. Die Ertragslage war im dritten Quartal insbesondere von den hohen Rohstoffkosten belastet. Das operative Ergebnis stieg zwischen Jänner und September um 1,4 Prozent auf 47 Mio. Euro, der Umsatz erhöhte sich um 8,1 Prozent auf 492 Mio. Euro.

Damit lag die Unternehmensgruppe beim EBIT unter den Analystenerwartungen von 48,8 Mio. Euro. Der Umsatz fiel deutlich höher aus als die erwarteten 455,1 Mio. Euro.

Im dritten Quartal sei aufgrund der rapiden Teuerungen bei Rohmaterialien bereits ein EBIT-Rückgang gegenüber dem Vorjahr zu verbuchen gewesen. Die Weitergabe der höheren Kosten an die Kunden sei nur teilweise und auch nur mit Verzögerung möglich gewesen. Begünstigt durch eine Verbesserung im Finanzergebnis stieg das Ergebnis vor Steuern (EBT) gegenüber dem Vergleichszeitraum um 12 Prozent auf 46,2 Mio. Euro. Das Konzernergebnis nahm um 5,1 Prozent auf 31,4 Mio. Euro zu.

Sempermed steigert Umsatz

Die Division Sempermed steigerte ihren Umsatz in den ersten neun Monaten 2008 um 5,7 Prozent auf 172,9 Mio. Euro. Die Verbesserung im dritten Quartal ist laut Semperit unter anderem auf die wirksam gewordenen Preiserhöhungen und auf die relative Stärke des US-Dollars zurückzuführen, die aufgrund der Konsolidierung in Euro positiv zu Buche schlug. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich von 9,1 Mio. Euro im Vorjahr um 24,8 Prozent auf 11,3 Mio. Euro.

Das Wachstum der Division Semperflex habe sich in den ersten drei Quartalen 2008 konjunkturbedingt verlangsamt. In Summe erhöhte sich der Umsatz um 6,4 Mio. auf 129,4 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 13,9 Mio. Euro um 13,3 Prozent unter dem Vorjahreswert von 16,1 Mio. Euro.

Die Division Semperform erzielte in den ersten neun Monaten 2008 einen Umsatz von 92,8 Mio. Euro (+8,1 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent auf 12,9 Mio. Euro (Vorjahr: 13,4 Mio. Euro).

Die Division Sempertrans verbuchte in den ersten neun Monaten ein starkes Umsatzplus von 17,5 Prozent auf 97,0 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern der Division verbesserte sich um 1,6 Mio. Euro auf 10,4 Mio. Euro (Vorjahr: 8,8 Mio. Euro).

In Europa und den USA ist in den konjunkturabhängigen Geschäftsbereichen mit einem deutlichen Rückgang der Nachfrage zu rechnen. In jenen Segmenten, die die Bauwirtschaft und die Investitionsgüterindustrie bedienen, sind bereits signifikante Einbußen beim Auftragseingang zu konstatieren. Das wenig zyklische Geschäftsfeld Sempermed zeigt aber bisher keine rückläufigen Tendenzen. (APA)

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