Digi-Sat-Haushalte müssen laut ORF in jedem Fall Gebühren zahlen

20. November 2008, 15:41
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Sind vom Urteil des Ver­waltungsgerichtshofs nicht betroffen - Können ORF 2 Europe und ORF Sport Plus empfangen, sagt ORF-Sprecher Strobl

Verwirrung herrscht derzeit darüber, wer künftig ORF-Gebühren zahlen muss und wer nicht. Die ORF-Juristen sind zu dem Ergebnis gekommen, dass nur jene Haushalte von dem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs betroffen sind, die einen analogen Satelliten aber keine DVB-T-Box haben und die auch über Hausantenne keine terrestrischen Signale mehr empfangen. Jene Zuseher, die ihr Programm via digitalem Satelliten empfangen, fallen laut
ORF-Kommunikationschef Pius Strobl nicht in diese Gruppe.

Er argumentiert dies damit, dass diese Haushalte über den Digitalsatellit auch ohne Smart Card die Programme ORF 2 Europe und ORF Sport Plus empfangen. Und das seien schließlich auch ORF-Programme. Das VwGH-Urteil beziehe sich nur auf Haushalte, die technisch keine ORF-Programme empfangen können. Es spiele keine Rolle, ob die ORF-Programme auch tatsächlich gesehen werden.

Bei den Gebührenzahlern dürfte das Urteil laut ORF für wenig Aufregung sorgen. Zumindest sind die Telefone des Kundenservice bisher noch nicht heiß gelaufen: Bis Donnerstagmittag haben lediglich 14 Österreicher beim Sender angerufen, um sich zu erkundigen, ob sie weiter Gebühren zahlen müssen, so Strobl. (APA)

  • 14 Gebührenzahler haben sich bis Donnerstagmittag beim ORF erkundigt.
    gis-kampagne foto: jvm

    14 Gebührenzahler haben sich bis Donnerstagmittag beim ORF erkundigt.

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