Küstenwache: Piraten zum Teil ehemalige Soldaten

20. November 2008, 13:54
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Satellitentelefone werden nach Überfall ins Meer geworfen

Kairo - Die Piraten, die den Golf von Aden zum weltweit gefährlichsten Seegebiet gemacht haben, sind zum Teil ehemalige Soldaten der somalischen Marine. Das sagte Schadschallah al-Mahdi, ein Kommandeur der jemenitischen Küstenwache, der arabischen Zeitung "Al-Sharq Al-Awsat".

Die Zunahme der Überfälle im Golf von Aden führt Al-Mahdi darauf zurück, dass die Piraten einen Teil der zuvor erpressten Lösegelder für den Kauf moderner Schnellboote und Waffen verwendet haben, mit denen sie auch größere Schiffe angreifen können.

Strategie zur Bekämpfung der Piraterie

Er berichtete auch weitere Details über das Vorgehen der Seeräuber: So werfen sie jedes Mal, wenn sie ein Schiff geentert haben, ihre Satellitentelefone ins Meer, damit sie auf ihrem Weg zur somalischen Küste nicht so leicht geortet werden können.

In Kairo berieten am Donnerstag arabische Diplomaten mit Vertretern Eritreas und der Arabischen Liga über eine gemeinsame Strategie zur Bekämpfung der Piraterie im Golf von Aden und vor der Küste Somalias. Ein Vorschlag, der bei dem Treffen diskutiert wurde, war die Aufnahme von Kontakten zu einigen somalischen Stammesführern. (APA/dpa)

 

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