Feldkirch Festival künftig mit Länderschwerpunkten

20. November 2008, 13:34
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Intendant Arlaud präsentiert im Juni Musik des 20. und 21. Jahrhunderts aus Frankreich

Bregenz - Das Feldkirch Festival wird von 2009 bis 2012 einen jährlich wechselnden Länderschwerpunkt mit Musik des 20. und 21. Jahrhunderts setzen. 2010 wird der Länderschwerpunkt Russland gelten, 2009 richtet sich der künstlerische Fokus von Festival-Leiter Philippe Arlaud auf sein Heimatland Frankreich. Ausgehend von der "Neuen Einfachheit" der Komponistenvereinigung "Groupe des Six" präsentiert das Programm von 10. bis 21. Juni Werke französischer Komponisten der vergangenen hundert Jahre. Herzstück des Festivals ist dabei eine Oper von Francis Poulenc.

Eröffnet wird mit "Feldkirch a la francaise": Dabei wird das Symphonieorchester Vorarlberg mit Klängen von Igor Strawinsky, Francis Poulenc und Darius Milhaud französisches Flair nach Vorarlberg bringen. Den Festival-Abschluss bildetdas Chor- und Orchesterkonzert "In paradiso" des Mozarteum Orchesters Salzburg und des Kammerchors Salzburg. Als zentrales Werk steht auch 2009 eine Oper im Mittelpunkt des Festivals. Unter der Regie von Arlaud wird die einstündige surrealistische Poulenc-Oper "Les Mamelles de Tiresias" zur Aufführung kommen. Laut Arlaud bewahrt das 1947 uraufgeführte Stück bis heute seine thematische Aktualität rund um Geschlechterrollen, Emanzipation und unseren Nachwuchs. Unter der musikalischen Leitung von von Sebastien Rouland singen junge, aber schon renommierte Stars wie Magali Leger und Martial Defontaine, begleitet werden sie vom Symphonieorchester Vorarlberg. "Les Mamelles de Tiresias" wird am 11. und 13. Juni unter dem Titel in "In Liebe vereint?" im Rahmen von Doppelabenden aufgeführt. Als Einleitung gibt es die Wesendonck-Lieder von Richard Wagner in der Orchesterfassung zu hören.

Einen weiteren Programmschwerpunkt werden 2009 wie im heurigen Jahr inszenierte Konzerte bilden: Die Besucher erwartet ein Tanzabend ("Sichtbare Lieder", 12. Juni) ebenso wie ein inszeniertes Kammerkonzert ("Lied in Szene", 14. Juni) und ein Chansonabend ("Je ne regrette rien", 19. Juni). Ebenfalls im Programm steht eine Reihe französischer Kammermusik, die am 17. Juni beginnt. Der an diesem Tag dargebotene Konzertabend "Quartett hoch Six" mit Kompositionen aus der Groupe de Six wird das Publikum ebenso in seinen Bann zu ziehen wissen wie tags darauf das Konzert "Schwarz auf Weiß" mit dem Piano-Duo "GrauSchumacher". Das renommierte Klangforum Wien unter Emilio Pomarico schließlich wird am 20. Juni im Ensemblekonzert "Spektrale Musik" Gegenwartsmusik der Grande Nation zum Besten geben. Abgerundet wird das Feldkirch Festival 2009 mit einem Nachtprogramm, dem traditionellen Jazzbrunch oder auch den zweiteiligen Konzertabend "Orgel anders" (16. Juni). Für das junge Publikum gibt es das Familienkonzert "Babar, der Elefant" am 13. Juni. (APA)

 

 

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