Bundesbank: Düstere Weltwirtschafts-Perspektiven

20. November 2008, 12:20
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Einen Großteil der Auswirkungen der Finanzmarktkrise wird die Weltwirtschaft laut Bundesbank erst im kommenden Jahr spüren

Frankfurt - Die Aussichten für die Weltwirtschaft sind nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank derzeit so schlecht wie lange nicht mehr. Die Perspektiven für die globale Wirtschaft hätten sich wegen der Finanzkrise erheblich verschlechtert, heißt es in dem am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht der Bundesbank für November. Entlastend wirke zwar der nachlassende Preisdruck an den Rohstoffmärkten und auf Verbraucherebene. Dies werde jedoch nicht ausreichen, den ungünstigen Ausblick für die kommenden Quartale merklich aufzuhellen.

Einen Großteil der Auswirkungen der Finanzmarktkrise wird die Weltwirtschaft laut Bundesbank erst im kommenden Jahr spüren. "Die negativen Einflüsse auf den Güter- und Einkommenskreislauf werden voraussichtlich erst im nächsten Jahr in ihrer ganzen Tragweite sichtbar." Darüber hinaus dürften neben den Industrienationen auch zusehends die Schwellenländer von der Finanzkrise tangiert werden.

Bis vor kurzem seien vor allem die Industrieländer von der Finanzkrise betroffen gewesen, schreibt die Bundesbank weiter. Einige von ihnen stünden mittlerweile am Beginn einer Rezession. In den letzten Monaten seien aber auch vermehrt Schwellenländer von der Krise an den Finanzmärkten in Mitleidenschaft gezogen worden. Darüber hinaus würden die aufstrebenden Länder durch schwächere Exporte in die Industrienationen und Kapitalabflüsse belastet.(APA/dpa-AFX)

 

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