Deutsche Ministerin will Zugang zu Kinderporno im Internet blockieren

20. November 2008, 09:29
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Vertrieb von Bildern hat sich verdoppelt

Die deutsche Familienministerin Ursula von der Leyen will die Verbreitung von Kinderpornografie im Internet gesetzlich unterbinden. "Ich will einen Damm bauen gegen die Flut der Bilder, indem wir den Zugang für den Kunden blockieren", kündigte von der Leyen im "Hamburger Abendblatt" (Donnerstagsausgabe) an. Das Bundeskriminalamt erstelle Listen der kinderpornografischen Websites. Die Zugangsanbieter sollten gesetzlich verpflichtet werden, "solche Websites unverzüglich zu schließen", fügte von der Leyen hinzu.

Novelle

Die Ministerin kündigte an, dass für ihren Vorstoß eine Änderung des Telemediengesetzes angestrebt werde. Dafür gebe es "hohe Bereitschaft quer über alle Parteigrenzen hinweg", sagte von der Leyen. Sie zeigte sich besorgt über die im Internet derzeit zugängliche Kinderpornografie. "Die Zahlen steigen explosionsartig, allein der Vertrieb von Bildern hat sich verdoppelt im vergangenen Jahr", erläuterte die Ministerin. Jedes dritte Opfer von Kinderpornografie sei jünger als drei Jahre. "Da werden durch brutale Vergewaltigungen Kinderseelen und Kinderkörper zerfetzt." (APA/AFP)

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