Tiefrote Vorgaben belasten europäische Märkte

20. November 2008, 10:34
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Dow Jones erstmals seit fünfeinhalb Jahren unter der Marke von 8.000

Wie  - Tiefrote Kurstafeln in New York und Tokio drücken auch auf die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag. Um 10.20 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 4.227,09 Punkten, das entspricht einem klaren Minus von 127,00 Einheiten oder 2,92 Prozent. In London gab der FT-SE-100 63,1 Einheiten oder 1,58 Prozent auf 3.942,54 Zähler nach. Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 fiel 65,75 Einheiten oder 2,86 Prozent auf 2.229,61 Punkte.

An der Wall Street war der Dow-Jones-Index am Mittwoch um 5,07 Prozent auf 7.997,28 Punkte eingebrochen und hatte damit erstmals seit fünfeinhalb Jahren unter der Marke von 8.000 Zählern geschlossen. Neben der anhaltenden Nervosität über das Schicksal der großen Automobilkonzerne hätten auch aktuelle Konjunkturdaten die Stimmung belastet, sagten Marktteilnehmer.

Der Ausverkauf der Aktien ging in Europa wieder einmal quer durch alle Branchen. Die massivsten Verluste gab es in den Sektoren Stahl, Finanzen und Technologie zu beobachten. Unter den europäischen Blue Chips im Euro-Stoxx-50 mussten Alcatel Lucent, ArcelorMittal, Banco Santander, Credit Agricole, Deutsche Bank, ING und Societe Generale Kursverluste von jeweils mehr als fünf Prozent verbuchen.

Auf Unternehmensseite gab es Zahlen von Air France-KLM und Ahold. Air France-KLM erlitten Kursverluste von 6,67 Prozent auf 9,38 Euro. Die Fluggesellschaft durchfliegt zwar die derzeitige Krise nach eigenen Angaben mit höheren Betriebsgewinnen als die europäische Konkurrenz. Wegen der hohen Treibstoffpreise und der Marktabschwächung brach das Betriebsergebnis im zweiten Geschäftsquartal allerdings um 44,1 Prozent auf 405 Millionen Euro ein.

Ahold legten dagegen um 7,51 Prozent auf 8,601 Euro zu. Der niederländische Einzelhändler hat nach einem operativen Ergebnisanstieg im dritten Quartal seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt.

Der Future auf den US-Leitindex stand am Morgen mehr als 300 Punkte unter seinem Niveau zum europäischen Börsenschluss am Vortag. Der Nikkei-225-Index ging mit einem Minus von 6,89 Prozent aus dem Handel. Für Bewegung dürften am Nachmittag US-Konjunkturdaten wie der Philadelphia Fed Index und die Frühindikatoren sorgen. Auf Unternehmensseite gab es Zahlen von Air France-KLM und Ahold.  (APA/dpa-AFX)

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