Gerichtsurteil gegen Alberto Vilar

19. November 2008, 22:00
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Kulturfestival-Mäzen wegen Geldwäsche schuldig gesprochen

New York - Der Kunstmäzen Alberto Vilar ist am Mittwoch in New York von einem Geschworenengericht wegen Wertpapierbetrugs und Geldwäsche schuldig gesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft warf dem aus Kuba stammenden Vilar vor, fünf Millionen Dollar veruntreut und zur Begleichung von Hypothekenschulden für sein Luxusappartement in Manhattan sowie von zugesagten Spenden veruntreut zu haben.

Vilar war Sponsor unter anderem der Bayreuther und der Salzburger Festspiele, des Festivals Baden-Baden, der Metropolitan Opera in New York und des Royal Opera House in London. Seine Spenden sollen sich weltweit auf rund 225 Millionen Dollar belaufen haben.

Bereits vor seiner vorübergehenden Verhaftung 2005 hatte es Gerüchte über finanzielle Schwierigkeiten des Mäzens gegeben, da er vielfach Zahlungsversprechen nicht einhalten konnte. Vilar erklärte sich für nicht schuldig. Er wurde wieder auf freien Fuß gesetzt, nachdem Freunde aus der Kunstwelt, darunter der russische Chefdirigent Waleri Gergijew, die Kaution von zehn Millionen Dollar für ihn aufgebracht hatten. Der Prozess hatte rund acht Wochen gedauert. (APA)

 

 

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