UN-Generalsekretär Ban: Piratenangriffe sind "Plage"

19. November 2008, 21:25
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Moskau: NATO und EU sollen Piraten-Stützpunkte angreifen

New York/Brüssel - UN-Generalsekretär Ban Ki-moon bezeichnete die jüngsten Übergriffe von Piraten vor der Küste Somalias als "Plage". Er verurteile die bewaffneten Übergriffe auf hoher See, hieß es in einer Erklärung, die am Mittwoch in New York verbreitet wurde.

Nach UN- Schätzungen wurden den bewaffneten Piraten seit Jänner zwischen 25 und 30 Millionen Dollar Lösegeld gezahlt. Das Problem der Piraterie solle "pragmatisch und effektiv" angegangen werden, betonte Ban. Er begrüßte die Entscheidung der Europäischen Union, einem Marine-Militäreinsatz am Horn von Afrika zuzustimmen. "Zusammen mit dem Einsatz von einzelnen (UN-)Mitgliedsstaaten wird das die Sicherheit in der Gegend verstärken", betonte Ban.

"Aufgabe der Nato"

Russland hat die NATO und die Europäische Union aufgefordert, die Stützpunkte der somalischen Piraten an Land anzugreifen. Russlands NATO-Botschafter Dmitri Rogosin sagte am Mittwoch, den Experten seines Landes zufolge reiche ein Marine-Einsatz nicht aus. "Daher ist es die Aufgabe der NATO, der EU und anderer großer Betroffener, nicht nur auf See vorzugehen, sondern auch an Land, um die Basen der Piraten in den Küstenregionen auszuschalten." Zu einer russischen Beteiligung an solchen Militäraktionen hielt er sich bedeckt.

Somalische Piraten haben in den vergangenen Wochen immer größere Schiffe gekapert, darunter einen Supertanker. Zahlreiche Kriegsschiffe aus mehreren Nationen sind inzwischen in der Region im Einsatz. Auch die Bundeswehr beteiligt sich. (APA/dpa/Reuters)

 

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