Verschwitzter Schmerzensmann: "Max Payne"

19. November 2008, 21:05
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Mark Wahlberg begibt sich in John Moores Actionfilm "Max Payne" auf Rachefeldzug - Dazu: die weiteren Kinostarts der Woche

Nach der Ermordung von Frau und Kind zum Archivdienst versetzt, sucht ein ehemaliger Cop unbeirrbar weiter nach den Schuldigen. Dabei stößt er auf mysteriöse Tätowierungen, er kommt in Kontakt mit einer schönen Russin, einer mysteriösen Designerdroge - und gerät so auch ins Visier eines verschwitzten stiernackigen und ganz und gar nicht gut aufgelegten Gegners.

Max Payne, ein Seelenverwandter von Mad Max und anderen einsamen Rächern, eine Kunstfigur, die das Licht der Welt zunächst im Kontext eines Videospiels erblickte, ist nunmehr zum Filmhelden mutiert. Mark Wahlberg spielt den grimmigen Einzelgänger. Dieser schießt und prügelt sich nach Game-Parametern durch den öden, mit allerhand Mystik-Schmu angereicherten Verschwörungsactionreißer von John Moore.

Die Sonne scheint darin eher selten. Schwarzes Leder wärmt bei Kunstschneetreiben. Rot leuchtet als einzige Primärfarbe punktuell aus dem entsättigten Düstereinerlei. (irr / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.11.2008)

Verdeckte Ermittlungen
Weitere Kinostarts der Woche

Der Dokumentarfilm Football under Cover von Ayat Najafi und David Assmann begleitet eine Berliner Mädchenfußballmannschaft zu einem Freundschaftsspiel, das unter speziellen Bedingungen stattfindet: in Teheran, gegen eine iranische Frauenauswahl.

Außerdem: Ridley Scotts sehenswerter Thriller Der Mann, der niemals lebte / Body of Lies mit Leonardo DiCaprio und Russell Crowe, der Haunted-House-Horror The Strangers von Bryan Bertino und der erste Perchten-Horror österreichischer Provenienz, Tag der Teufel (Regie: Elmar Weihsmann, Stefan Peczelt), sowie Heinz Emigholz' jüngste Architekturstudie Loos ornamental, der Dokumentarfilm In die Welt von Constantin Wulff und der Fantasy-Animationsfilm Winx Club - Das Geheimnis des verlorenen Königreichs. (irr)

  • Wird nicht nur von diesen dunklen Schatten verfolgt: Mark Wahlberg
    foto: centfox

    Wird nicht nur von diesen dunklen Schatten verfolgt: Mark Wahlberg

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