Haubenköche an der Basis

19. November 2008, 19:29
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Im Vergleich zu Sphären, in denen das Wachtelei als Grundnahrungsmittel gilt, wirkt der Olymp heimischer Rindfleischküche fast beängstigend bodenständig

So wie sich Mediziner gern in aller Welt treffen, tun das auch die Eliten anderer Berufsgruppen. Also kamen dieses Wochenende Spitzenköche der internationalen "Relais & Chateaux"-Gruppe im Wiener Palais Coburg zusammen, um zu konferieren - und zu dinieren. Und um den neuen Guide durch die besten und erlesensten 480 (Gast-)Häuser der Welt zu präsentieren: Schließlich muss die finanzkräftige Genießerwelt ja auch erfahren, wo es eigene Trüffelhaine und sonstige Lebensnotwendigkeiten gibt.

Der Guide wurde am Wochenende präsentiert, in den Tagen danach primär "genetzwerkt". Und kulinarisch wurde natürlich nur aufgefahren, was gut und edel ist. Mittwoch bat man dann zum Lunch zum "Plachutta".

Doch im Vergleich zu Sphären, in denen das Wachtelei als Grundnahrungsmittel gilt, wirkt der Olymp heimischer Rindfleischküche fast beängstigend bodenständig. Doch den 140 Stern- und Haubenköchen aus nah (u. a. Walter Eselböck und Johanna Maier) und fern (etwa Patrick O'Connel aus Washington oder Gaetano Trovato aus Italien) mundete es nach eigenen Worten trotzdem vorzüglich. Vielleicht gerade deshalb. (Rottenberg, DER STANDARD Printausgabe 20.11.2008)

 

  • Gipfeltreffen am Rindfleisch-Olymp: Eselböck, Trovato, O'Conell
    foto: standard/heribert corn

    Gipfeltreffen am Rindfleisch-Olymp: Eselböck, Trovato, O'Conell

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