Immerhin nagt der Fußballbund nicht am Hungertuch

19. November 2008, 17:57
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Der ÖFB steht finanziell meist besser da, als sein sportliches Auftreten erahnen lässt. "Der Verband wird niemals reich sein, aber er steht auf soliden Beinen", sagt Ludwig

Wien - Der ÖFB hat sich von Erfolgen seiner Nationalmannschaft quasi emanzipiert. Denn wirtschaftlich betrachtet war 2008 ein überaus erfolgreiches Jahr. "Eines der besten in der Geschichte" , sagt Generalsekretär Alfred Ludwig. "Der Verband wird niemals reich sein, aber er steht auf soliden Beinen." Zur Beunruhigung: 2009 wird das Gegenteil eines Kassenschlagers sein, da sind keine die Straßen fegenden Testspiele gegen die Niederlande oder Deutschland, und da ist vor allem keine EURO vorgesehen. Die WM-Qualifikation hat sich ja praktisch erledigt, sie wird aber fertig gespielt.

Acht-Millionen-Euro-EURO

Die positive Bilanz 2008 hat in erster Linie mit der Europameisterschaft zu tun. Die Uefa zahlte 7,5 Millionen Euro Startgeld, für den Punkt gegen Polen gab es zusätzlich 500.000 Euro. Einen Teil dieser Summe erhält die Bundesliga als Ersatz für die Abstellungen, Spieler, Quartierkosten, spezielle Aufwendungen (mehr Personal in der Administration) und Prämien muss der Verband abziehen.
Die Hauptsponsoren bleiben erhalten, laut Ludwig sind "80 Prozent der Verträge unter Dach und Fach. Der Rest folgt in den nächsten Tagen." Die Finanzierung eines neuen Nachwuchsprojekts ist gesichert, es hat noch keinen Namen, soll aber dem Vorgängermodell, der "Challenge 08", ähneln. Zuständig ist Willi Ruttensteiner, der technische ÖFB-Direktor. Es soll bis 2012 laufen und pro Jahr 900.000 Euro kosten. Ruttensteiner: "Der Schwerpunkt liegt auf dem Individualtraining für die Spieler aller Auswahlen." (red, DER STANDARD Printausgabe, 20.11.2008)

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