Israel lehnt Öffnung von Gaza für Hilfslieferungen ab

19. November 2008, 16:42
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Appell des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon zurückgewiesen

Jerusalem - Israel hat einen Appell von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zurückgewiesen, den Zugang zum Gazastreifen für Hilfslieferungen zu erleichtern. Er werde der Bitte Bans nicht folgen, sagte Verteidigungsminister Ehud Barak am Mittwoch im Armeerundfunk. Die Grenzübergänge in das von der radikal-islamischen Hamas regierte Gebiet könnten erst geöffnet werden, wenn Ruhe herrsche.

Ban hatte in einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert "tiefe Sorge über die Folgen der sich verschlechternden humanitären Lage in Gaza" geäußert. Olmert habe den fortdauernden Raketenbeschuss aus dem Palästinensergebiet verurteilt, aber zugesagt, "die dringende Angelegenheit ernsthaft zu prüfen", erklärte das Pressebüro der Vereinten Nationen.

Israel hatte am Montag erstmals seit zwei Wochen Hilfsgüter in den Küstenstreifen gelassen, die Grenze zum Gazastreifen jedoch wieder gesperrt, weil von dort Raketen auf Israel geschossen wurden. Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, und Hilfsorganisationen protestierten gegen die Schließung. Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas sprach von einem Kriegsverbrechen. Im Gazastreifen leben rund 1,5 Millionen Menschen; die Hälfte davon ist auf Hilfslieferungen der Vereinten Nationen angewiesen. (APA/Reuters)

 

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