Allerhand Quatsch

28. Februar 2003, 20:51
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Stalins frühe Spur in Wien

Der Konsulent und Kulturpublizist Christian Reder recherchierte im Stadt Buch Wien 1983 (Falter Verlag) die mit zusätzlichen Bedeutungen aufgeladenen Orte der Stadt: Verbindungen zwischen Tat und Sache. Der nunmehrige Professor für Kunst- und Wissenstransfer an der Angewandten wurde abseits des offiziellen Tourismus zwei Mal in Sachen Stalin fündig: "Den Schwarzenbergplatz beherrscht in seinem hinteren Teil, der während der Besatzungszeit Stalinplatz hieß, das von der Roten Armee errichtete Befreiungsdenkmal." Und, über Josef Stalins Wiener Zeit, einige Wochen Jänner/Februar 1913: "Er wohnte im 12. Bezirk, Schönbrunner Straße 30 (Gedenktafel). Sein Gastgeber Alexander Antonowitsch Trojanowski wurde später sein erster Botschafter in den USA. Er traf sich mit den in Wien lebenden Emigranten Leo Trotzki und Nikolaj Bucharin und begann in Wien seine Schrift: ,Marxismus und nationale Frage'. In einem Brief teilte er von diesem Aufenthalt mit: ,Lieber Freund! Ich sitze noch in Wien und ... schreibe allerhand Quatsch.'" (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 1./2. 3. 2003)

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