Internationale Stimmen zu Schwarz-Blau II

28. Februar 2003, 19:58
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"Wir werden die Regierung an ihren Taten messen. Der Zug fährt offensichtlich weiter in die falsche Richtung: Schwarz-Blau setzt auf massive unkoordinierte Einzelbelastungen." SP-Chef Alfred Gusenbauer

"Ab 16.00 Uhr wird alles teurer. Es ist eine Regierung mit Ablaufdatum, und die nächste Krise kommt bestimmt." Salzburgs SP-Chefin und Vizeparteichefin Gabi Burgstaller

"Der Sack ist zu - alle ÖVP-Vorstellungen umgesetzt, hätte nach Verhandlungen mit der SPÖ von Andreas Khol jedenfalls nicht triumphierend verkündet werden können. Der FPÖ geht es nur darum, ein paar Posten und Pöstchen zu behalten." SP-Klubobmann Josef Cap

"Wir müssen more of the same erwarten. Die Lügen über die Schuldzu- weisung für das Nichtgelingen von Schwarz-Rot glaubt Schüssel niemand mehr. Er hat nur mit den Grünen verhandelt und mit den Blauen, mit den Roten nicht." Wiens Bürgermeister Michael Häupl

"Bundeskanzler Schüssel hat die billigste Variante gewählt. Ich bin überzeugt, dass er von Anfang an die schwarz-blaue Bundesregierung weiterführen wollte. Auf die Österreicher kommt eine Belastungslawine zu, die noch größer sein wird als in den vergangenen Jahren." Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ)

"Die nicht vorhandene Stabilität der FPÖ ist jedenfalls das Problem der ÖVP. Da kann ich dazu nur sagen, ich höre schon Andreas Khol, der meint, die Wahrheit ist vielleicht eine Tochter des Zustands der FPÖ." Madeleine Petrovic, stellvertretende Bundessprecherin der Grünen

"Schade, dass sich Wolfgang Schüssel diese Chance für eine große Reform in einer Koalition mit der SPÖ vergeben hat und in Verantwortungslosigkeit für das Land sich den billigsten Partner zur Machterhaltung eingekauft hat." Franz Voves, steirischer SP-Landeschef

"Die FPÖ ist Ausdruck der besten historischen und politischen Tradition Mitteleuropas. Sie wird in Brüssel weiterhin eine wichtige Rolle in der Verteidigung regionaler Anliegen spielen, die auch der Lega Nord am Herzen liegen." Mario Borghezio, Europaparlamentarier der Lega Nord

"Es geht nicht nur um die Person von Jörg Haider, sondern eben um die ganze Partei." Ein Sprecher des neuen israelischen Außenministers Silvan Shalom erklärt, dass eine Entsendung eines israelischen Botschafters nach Wien "fast ausgeschlossen" sei.

(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 1./2.3.2003)

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