Kommunikation durchs All im NASA-Test

19. November 2008, 14:22
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Trotz Störungen soll die Information schlussendlich am Ziel ankommen

Washington - Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat erstmals ein System für interplanetarische Internet-Kommunikation getestet. Das neuartige Verfahren auf der Grundlage von störungsresistentem Networking (Disruption-Tolerant Networking, DTN) soll in der Zukunft komplexe Raummissionen mit mehreren Raumschiffen unterstützen, wie die NASA mitteilte. Bei dem Test wurden zunächst Datenpakete von Dutzenden von Bildern zur Sonde Epoxi übermittelt, die sich auf einer Mission zum Kometen Hartley 2 befindet.

"Dies ist der erste Schritt bei der Einrichtung einer vollkommen neuen Kommunikationsmöglichkeit im All, einem interplanetarischen Internet", sagte der Projektverantwortliche bei der NASA, Adrian Hooke. Bei dem Test sei es gelungen, eine Entfernung von mehr als 32 Millionen Kilometern zu überbrücken. An der Entwicklung des Systems wurde der Vize-Chef von Google, Vint Cerf, beteiligt.

Funktion

Das DTN-System ist darauf ausgelegt, dass auch die im Weltraum üblichen Störungen wie etwa der Vorbeiflug eines Raumschiffes hinter einem Planeten oder Sonnenwinde die Informationsübermittlung schlussendlich nicht unterbrechen können. Jeder Netzwerkknoten behält nämlich die Information so lange, wie es nötig ist, und gibt sie erst an einen anderen Knoten weiter, wenn eine sichere Kommunikation möglich ist. Beim Test war die Sonde ein Knoten, neun weitere wurden im Jet Propulsion Laboratory in Pasadena (Kalifornien) simuliert. In die nächste Testrunde kommenden Sommer wird die Internationale Raumstation ISS einbezogen. (APA/red)

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