"Heilungsraten bei Kindern auf 70 Prozent gestiegen"

19. November 2008, 14:05
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St. Anna Kinderkrebsforschung feiert 20-jähriges Bestehen - Intensive Forschung erhöht Chancen auf Heilung für kranke Kinder

Wien - "In den letzten zwanzig Jahren ist es uns gelungen, die Überlebensrate von Kindern mit Krebs auf mehr als 75 Prozent anzuheben. Dieser Erfolg ist auch ein Verdienst der intensiven Forschungsarbeit", erklärt Helmut Gadner, Leiter der St. Anna Kinderkrebsforschung und des St. Anna Kinderspitals anlässlich des zwanzigsten Geburtstags des Forschungsinstitutes.

Verbesserte Heilungschancen

Durch Therapie-Optimierung innerhalb nationaler und internationaler Kooperationen seien die Heilungsraten der vorher zum Großteil als unheilbar betrachteten Krebserkrankungen bei Kindern innerhalb weniger Jahre von etwa 35 auf 70 Prozent angestiegen. Auf dieser Basis gründete man ein Dokumentations- und Studienzentrum im St. Anna Kinderspital. "Die bestmögliche Therapie kann nur innerhalb der qualitätsgesicherten Strukturen von Studienplattformen gewährleistet werden", so Ruth Ladenstein, Leiterin der Gruppe Studien und Statistik und Ärztin am St. Anna Kinderspital. Bald wurde klar, dass weitere Fortschritte nur durch Einblicke in die Biologie der Krebszellen gelingen, um daraus Erkenntnisse für eine individuell angepasste Therapie abzuleiten.

Großer Unterschied zu Erwachsenen

"Krebserkrankungen bei Kindern unterscheiden sich wesentlich von Tumoren bei Erwachsenen", so Heinrich Kovar, wissenschaftlicher Direktor am Institut. "Neben der Grundlagenforschung ist die Begleitforschung zur Abstimmung der Therapie auf den zu erwartenden Krankheitsverlauf unsere wesentliche Aufgabe."

Internationales Ansehen

In den vergangenen zwanzig Jahren ihres Bestehens hat die St. Anna Kinderkrebsforschung hohes Ansehen erlangt und zählt weltweit zu den führenden Institutionen. Das Institut nimmt immer wieder eine Führungsrolle bei internationalen Kooperationsprojekten ein und setzt neue Standards für die Krebstherapie bei Kindern und Jugendlichen.

Finanzierung aus Spenden

Seit zwanzig Jahren finanziert sich die St. Anna Kinderkrebsforschung primär durch Spenden, die steuerlich absetzbar sind. Im Rahmen des EU-Projektes "Forschen heilt Krebs" setzen die St. Anna Forscher Aktionen, um die Erfolge der Kinderkrebsforschung öffentlich zu kommunizieren. Weiters wird die Dringlichkeit der kontinuierlichen Unterstützung mit Spenden für weitere Therapie-Verbesserungen transparent gemacht. Ziel ist es, Nicht-Betroffene zu sensibilisieren und Betroffenen Mut zu machen. (red)

  • Spenden
Spenden für das St. Anna Kinderspital an das Spendenkonto: Bank Austria, Kto.Nr. 00 656 166 600, BLZ 12000
    foto: pressefotos.at/robert strasser

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