Blutdruck vom Messgerät - zum Handy - zum Arzt

19. November 2008, 13:45
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Neues System aus Österreich wird bei Medica-Messe in Deutschland vorgestellt

Ein Handy (A1), das den Blutdruck zum Arzt übermittelt: Im Rahmen der Medica 2008 in Düsseldorf (19. bis 22. November) als weltgrößter Messe im Medizin- bzw. Medizintechnikbereich wird das erste Blutdruckmessgerät mit einer Übermittlungsfunktion an das Mobiltelefon vorgestellt (Keep in Touch - KiT-Technik). Hinter der von den Austrian Research Centers (ARC) entwickelten Lösung verbirgt sich die Technologie NFC (Near Field Communication). Damit können Patienten die Daten des Blutdruckmessgeräts mit nur einer Handbewegung auf ihr Handy übertragen und verschlüsselt an die medizinische Datenbank ihres Arztes senden.

Evaluierung

Das System soll auch eine präzisere Evaluierung der Daten und damit eine genauere medikamentöse Einstellung ermöglichen, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung. Es ersetzt sozusagen die Blutdruck-Tabellen, welche Selbstmesser für ihren Arzt schriftlich ausfüllen. A1 engagiert sich gemeinsam mit dem eHealth Systems-Team der Austrian Research Centers (ARC) für die Entwicklung patientenorientierter Lösungen zur Erfassung von Gesundheitsdaten. Es geht dabei um die bequeme Übertragung von Messergebnissen über NFC.

Im Zuge ihrer umfassenden Forschungsprojekte haben die ARC-Experten unter anderem Blutdruckmessgeräte, Körperwaagen, Blutzuckermessgeräte oder Hämodynamik-Monitore mit einem speziell adaptierten Modul ausgestattet und medizinische Testreihen erfolgreich durchgeführt. Das Unternehmen A&D, ein führender Hersteller von telemedizinischen Geräten, hat die österreichische Innovation in ihre Serienproduktion aufgenommen. Im Rahmen der Medica 2008 in Düsseldorf wird erstmals das Blutdruckmessgerät UA-767 Plus NFC mit der aus Österreich stammenden Technologie vorgestellt. (APA)

 

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