Lufthansa wird größte Fluglinie Europas

19. November 2008, 13:12
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Würde es jetzt keinen Bieter für die AUA geben, "wären die Schulden viel größer geworden und die Luftlinie hätte reduzieren müssen.

Wien  - Die Lufthansa wird mit dem Erwerb der Austrian Airlines (AUA) zur größten Fluglinie Europas und mit insgesamt rund 74 Millionen Passagieren knapp vor der Air France KLM mit 73 Millionen Passagieren liegen. Das erklärte der frühere Vorstandsdirektor der AUA und jetzige Präsident des österreichischen Luftfahrtverbands, Mario Rehulka.

Einen massiven Personalabbau bei der AUA befürchtet Rehulka im Gespräch mit der APA nicht. Dass es "anfänglich zu Abstimmungen kommen wird", damit keine Überschneidungen entstehen, könne durch den normalen Abgang abgefangen werden.

Als Vergleich nannte er die Swiss, die 2005 pleite gewesen sei. Nach Übernahme durch die Lufthansa habe sie 2007 aber einen Gewinn von 300 Millionen Euro gebracht. "Das sind die besten Perspektiven für alle Mitarbeiter. Wenn man wieder wächst, dann brauche ich mehr Mitarbeiter".

Und Rehulka glaubt auch, dass nach Beendigung der Umweltverträglichkeitsprüfung für den Flughafen Wien Ende Mai 2009 "wir hoffentlich eine dritte Piste bekommen und da wird der Investor (Lufthansa, Anm.) zugreifen und natürlich mögliche Landerecht ein Anspruch nehmen und die Strecken sogar verstärken".

Positiv sieht Rehulka auch Aussagen von Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber, wonach das Streckennetz erhalten bleibe. "Da brauche ich natürlich die entsprechenden Mannschaften". Deswegen könne er Befürchtungen über einen Abbau von bis zu 3.000 der 8.000 AUA-Beschäftigten nicht nachvollziehen.

Würde es jetzt keinen Bieter für die AUA geben, "wären die Schulden viel größer geworden und die Luftlinie hätte reduzieren müssen. Das hätte dem ganzen Land nichts genutzt. Ich bin froh darüber, dass jetzt ein europäischer Anbieter da ist, der im Endeffekt in die Eigentümerschaft bei AUA einsteigt". (APA)

 

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