Doppelmayr mit rückläufigem Gewinn

19. November 2008, 12:33
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Einmaleffekte drückten Betriebsergebnis von 132,1 auf 89,3 Milllioen Euro

Bregenz- Die weltweit tätige Vorarlberger Seilbahnhersteller-Gruppe Doppelmayr hat im Geschäftsjahr 2007/08 rückläufige Gewinne verbucht. Der Umsatz konnte um 3,2 Prozent auf 679,7 Mio. Euro (2006/07: 658,8 Mio. Euro) gesteigert werden, berichteten Michael Doppelmayr und Vorstandskollege Hanno Ulmer am Mittwoch bei der alljährlichen Bilanzpressekonferenz. Das Betriebsergebnis sank gegenüber dem Jahr davor von 132,1 auf 89,3 Mio. Euro. Den Rückgang beim Betriebsergebnis begründete Ulmer mit "Einmaleffekten" wie etwa Rückstellungen.

Das Ergebnis vor Steuern verminderte sich von 132,6 auf 113,6 Mio. Euro und das Konzernergebnis ging von 98,4 auf 84,4 Mio. Euro zurück.

Doppelmayr betonte, dass man den Schwung der vergangenen Jahre - innerhalb von fünf Jahren konnte der Umsatz um 46 Prozent gesteigert werden - nicht verlieren wolle. "Wir gehen nicht vom Gas. Wer in dieser Situation bremst, der verliert", so Doppelmayr.

Investitionen tätigte Doppelmayr im Geschäftsjahr 2007/08 in Höhe von 27,1 Mio. Euro (2006/07: 17,1 Mio. Euro), "wir sehen keinen Nachholbedarf, sagte dazu Ulmer. Weltweit wurden 126 neue Arbeitsplätze geschaffen, davon 56 in Österreich. Die Unternehmensgruppe beschäftigte im Jahresschnitt 2.605 Mitarbeiter (2006/07: 2.479).

Wintergeschäft

Der Umsatz von rund 680 Mio. Euro gehe zu 80 Prozent auf das Wintergeschäft zurück. Laut Ulmer war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr Österreich (gemeinsam mit Deutschland) der wichtigste Absatzmarkt mit einem Umsatzanteil von 25 Prozent . In der Schweiz, Italien und Frankreich wurden 29 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet, in Nordamerika 16 Prozent. Insgesamt hat Doppelmayr im vergangenen Geschäftsjahr 144 Seilbahnprojekte umgesetzt.

Vorstand Michael Doppelmayr zeigte sich mit der Entwicklung der Tochterunternehmen DCC Doppelmayr Cable Car GmbH und Doppelmayr Transport Technology GmbH sehr zufrieden. So realisiere man derzeit gerade drei Cable-Liner-Shuttle-Projekte in Las Vegas, Venedig und auf dem Flughafen von Doha. "In Südamerika hat die Seilbahn im innerstädtischen Bereich große Bedeutung", betonte Doppelmayr zu Projekten in Venezuela. Auch die Nachfrage nach dem Materialtransportsystem RopeCon nehme stetig zu.

Doppelmayr blieb auch angesichts der bevorstehenden Wirtschaftskrise optimistisch. "Unsere Branche wird von der Entwicklung im Tourismus abhängig sein. Wir gehen aber - mit Ausnahme von Nordamerika, wo wir auf dem heurigen Niveau bleiben werden - von einem "normalen" Jahr aus", sagte Doppelmayr. Bisher habe es keine Stornierungen gegeben. (APA)

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