Obama verspricht "energisches" Engagement für Klimaschutz

19. November 2008, 11:11
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Designierter US-Präsident: An den Klimaschutzzielen soll trotz Finanzkrise festgehalten werden

Los Angeles - Der designierte US-Präsident Obama hat ein "energisches" Engagement seines Landes bei künftigen Verhandlungen zum Klimaschutz versprochen. Eine Leugnung des Klimawandels sei keine annehmbare Antwort auf die Erderwärmung, sagte Obama in einer Videobotschaft, die am Dienstag während einer internationalen Klimakonferenz in LA gezeigt wurde. Zu der Konferenz hatten mehrere US-Gouverneure eingeladen.

Der aus Österreich stammende kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger leitete das Treffen, zu dem unter anderem Vertreter der Europäischen Union, Australiens und Chinas anreisten.

Er werde großen Anteil an den Weltklimaverhandlungen im polnischen Posen (Poznan) im Dezember nehmen, fuhr Obama fort. Da er dann noch nicht Präsident sei und nicht selbst teilnehmen könne, werde er sich von Kongressmitgliedern Bericht erstatten lassen. "Und wenn ich mein Amt übernommen habe, können Sie sicher sein, dass die USA sich energisch an den Verhandlungen beteiligen", sagte Obama. "Jetzt ist der Augenblick, um der Herausforderung ein für alle Mal ins Auge zu blicken." Die sonst drohenden Folgen seien zu schwerwiegend.

In den USA solle der CO2-Ausstoß bis 2020 mit strengen jährlichen Vorgaben auf das Niveau von 1990 zurückgeführt werden, sagte Obama am Dienstag in einer Video-Botschaft für ein Treffen von US-Gouverneuren und Vertretern anderer Länder. Bis 2050 sollen die Emissionen der Schwerindustrie nach seinen Worten zusätzlich um weitere 80 Prozent reduziert werden.

Ziel sei es, dadurch die nationale Sicherheit zu stärken und Millionen neuer Arbeitsplätze zu schaffen. Obama hatte die Klimaschutzpolitik des amtierenden Präsidenten Bush wiederholt kritisiert. Er wird am 20. Jänner als dessen Nachfolger vereidigt. (APA)

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