Hyundai: Vom Auto zum Handy - Acht Modelle im Portfolio

19. November 2008, 09:28
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Wien wird Europazentrale für Mobilfunkgeräte des Mischkonzerns - "Wollen in den nächsten Jahren einen Marktanteil von drei bis fünf Prozent erreichen"

Handyhersteller, darunter viele aus Asien, hat die Mobilfunkwelt schon viele kommen - und gehen - gesehen. Ausgerechnet zu einer Zeit, in der Experten sinkende Handyabsatzzahlen sowohl in den boomenden als auch -Schwellenmärkten prognostizieren, wagt der südkoreanische Schiffs- und Autobauer Hyundai den Eintritt in den Markt. Dreh- und Angelpunkt des Hyundai-Mobile-Geschäfts ist dabei Wien.

Know-how

Der koreanische Mischkonzern nutzt dabei das Know-how der Leitz Austria, Generalvertreter von Leica Kameras und ehemaliger österreichischer Distributor von Samsung Handys. Hyundai Mobile Europe ist seit September 100 Prozent-Tochter der Leitz Austria. Unter der Führung von Norbert Winkler, Christian Kirchner und Manuel Laporta kümmern sich 20 Mitarbeiter von Wien aus um das Geschäft in derzeit 23 Ländern West- und Osteuropas.

Ziel

"Wir wollen in den nächsten vier bis fünf Jahren einen Marktanteil von drei bis fünf Prozent erreichen", definiert CEO Winkler das Ziel des Handy-Neulings. Selbst bei einem stagnierenden europäischen Markt bedeute das einen jährlichen Absatz von fünf bis sechs Millionen Geräten. Punkten will das Unternehmen unter anderem dadurch, "dass wir uns auf Nischenprodukte konzentrieren und auch in der Lage sind, spezielle Kundenwünsche schon von einer Stückzahl von 5000 Geräten aufwärts fertigen zu können", sagt Kirchner.

Modelle

Acht Handymodelle hat Hyundai Mobile nebst einigen Digitalkameras zum Start im Portfolio. Da laut Winkler "mehr als 50 Prozent aller Nutzer mit ihrem Gerät eh nur telefonieren und kaum Daten damit abfragen", wurde auf 3G-Tauglichkeit (UMTS) verzichtet. Je nach Ausstattung (ob mit oder ohne Kamera, MP3-Player, Bluetooth) liegen die Preise im freien Verkauf zwischen 30 und 150 Euro.

Auf Dick Tracys Spuren

Bei aller Konzentration auf die Basisfunktionen eines Mobiltelefons fühlt sich der Hersteller Kirchner zufolge auch der Innovation verpflichtet. Und zwar in Gestalt einer Handyuhr. Die Kommunikation bei dem tickenden Mobiltelefon (bei dem Erinnerungen an Comic-Detektiv Dick Tracy wach werden) erfolgt über Bluetooth oder integrierte Freisprechanlage. Kostenpunkt: 199 Euro.

Die Geräte sollen noch zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen. In Österreich laufen laut Winkler derzeit Gespräche mit allen Netzbetreibern über Vertriebsdeals. (Karin Tzschentke, DER STANDARD/Printausgabe, 19.11.2008)

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Hyundai

  • Ein Mini-Stift hilft beim E-Mail-Schreiben auf der Handy-Uhr.
    der standard

    Ein Mini-Stift hilft beim E-Mail-Schreiben auf der Handy-Uhr.

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