Köhler will Soldaten schicken

18. November 2008, 20:58
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Deutscher Bundespräsident fordert europäischen Militäreinsatz - "Ich bin wirklich nicht kriegslüstern"

Berlin/Nairobi/New York - Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler hat angesichts der humanitären Tragödie im Kongo die europäischen Staaten zu einem Militäreinsatz in der Region aufgefordert. "Ich bin wirklich nicht kriegslüstern", sagte Köhler bei einem öffentlichen Gespräch des Nachrichtenmagazins "Spiegel" in der Universität Mainz. "Aber wenn wir es ernst meinen mit Werten, die für uns alle stehen, müssen auch die Europäer Soldaten stellen, um diesem Morden Einhalt zu gebieten." Es könne nicht sein, dass im Rahmen eines glaubwürdigen UN-Mandats im Prinzip nur die Entwicklungsländer und die Afrikaner mit Truppen vor Ort seien.

Aufstockung der Monuc-Mission

Frankreich legte unterdessen dem Weltsicherheitsrat einen Antrag auf Verstärkung der UN-Friedensmission im Osten des afrikanischen Landes (MONUC) vor. Wie aus Diplomatenkreisen in New York verlautete, könnte der UN-Resolutionsentwurf noch in dieser Woche angenommen werden. Er sieht eine Aufstockung der MONUC-Mission, der bisher größten UN-Friedensmission, um 3085 Mann vor.

Die UN haben in der Konfliktregion Nord und Süd Kivu 17.000 Blauhelmsoldaten und Polizeikräfte stationiert. Wegen der schweren Kämpfe hatte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon den Sicherheitsrat zur Verstärkung des Einsatzes gedrängt. Bisher sind Soldaten aus Europa nur als Beobachter beteiligt, deutsche sind nicht darunter. Die Truppen setzen sich vor allem aus Soldaten afrikanischer und asiatischer Staaten zusammen. (APA/dpa)

 

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    Horst Köhler will Soldaten in den Kongo schicken

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