Vierfachmord in Strasshof: Verwandter als "Beitragstäter" angeklagt

18. November 2008, 19:47
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Ehemann der Nichte soll Josef B. 170.000 Euro für Tod der Schwiegereltern geboten haben

Wien - Nicht nur der mutmaßliche Vierfachmörder Josef B., der am 1. August vier seiner Verwandte erschossen haben soll, sondern auch der Ehemann seiner Nichte wird laut der Tageszeitung "Kurier" vor Gericht auf der Anklagebank Platz nehmen. Dem 45-Jährigen wird "psychische Beitragstäterschaft" bei der Ermordung seiner Schwiegereltern - also Mord in zwei Fällen - vorgeworfen, berichtete das Blatt in seiner Mittwochausgabe. Der Mann war am 15. August wegen des Verdachtes der Mitwisserschaft festgenommen worden und befindet sich seither in Untersuchungshaft.

Laut dem "Kurier" soll der 45-Jährige Josef B. 170.000 Euro für den Tod von dessen Schwester Anna und deren Mann angeboten haben. Der Grund: Der Schwiegersohn hatte laut dem Blatt mit den beiden eine gerichtliche Auseinandersetzung in der es um ein Einfamilienhaus ging. Der 45-Jährige habe in dem Gebäude gewohnt und darin viel investiert. Die Besitzer - Anna B. und deren Mann - hätten es ihm allerdings nicht überschreiben wollen. Mit dem Geldangebot an Josef B. habe er sein Erbe beschleunigen wollen. Der 45-Jährige selbst leugne eine Beteiligung.

Zu der Bluttat kam es am 1. Juli: Josef B. soll seine Schwester, den Bruder und deren Lebensgefährten in Strasshof erschossen haben. Nach den Morden flüchtete der Mann unter anderem nach Tschechien und in die Slowakei. Erst Wochen später - am 14. August - wurde er in Niederösterreich auf einem Campingplatz festgenommen. Auch bei Josef B. dürften finanzielle Beweggründe eine Rolle gespielt haben. (APA)

 

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