ORF: Eigentor vor Höchstgericht

18. November 2008, 18:57
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Verwaltungsrichter schränken Werbemöglichkeit für "Nachlese" ein

Wien - Mit einer Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof erreichte der ORF, dass er nur noch sehr eingeschränkt mit Titel und Blattlinie für seine ORF Nachlese werben darf. Die Medienbehörde KommAustria zeigte einen TV-Spot für die Nachlese beim Bundeskommunikationssenat an. Denn: Zeitungen und Zeitschriften dürfen im Fernsehen nur mit Titel und Blattlinie werben.

Der Senat gab dem ORF recht, dass die Nachlese "Begleitmaterial" zum Programm ist, und daher mit profil oder tv-media nicht vergleichbar. Nur in der angezeigten Ausgabe der Nachlese habe der Großteil der Storys nichts mit Programm zu tun gehabt, also gelte die Ausnahme für diese nicht. Mit mehr Sendungsbezug hätte der ORF weiter frei werben können. Doch die Anstalt beschwerte sich dagegen beim Verwaltungsgerichtshof, und der entschied: Für die Nachlese gelten dieselben Bedingungen wie für andere Magazine. Ausnahmen verzerrten den Wettbewerb mit privaten Verlagen. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 19.11.2008)

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