Washington steigt bei 21 weiteren US-Banken ein

18. November 2008, 18:35
5 Postings

Washington setzte gleichzeitig etwa 3800 kleineren Privatbanken eine Frist bis zum 8. Dezember, um staatliche Unterstützung für die Wiedererlangung ihrer Liquidität zu beantragen

Washington - Im Kampf gegen die Finanzkrise ist die US-Regierung bei 21 weiteren heimischen Banken eingestiegen. Der Staat hat laut Finanzministerium 33,5 Milliarden Dollar (26,5 Mrd. Euro) Vorzugsaktien mit Optionen auf Stammaktien erhalten. Das Geldhaus U.S. Bancorp bekommt demnach eine Kapitalspritze von 6,6 Milliarden Dollar.

Washington setzte gleichzeitig etwa 3800 kleineren Privatbanken eine Frist bis zum 8. Dezember, um staatliche Unterstützung für die Wiedererlangung ihrer Liquidität zu beantragen. Für Großbanken war diese Frist bereits am 14. November abgelaufen. Die neun größten US-Banken erhielten aus dem 700-Mrd. Dollar-Fonds bereits eine Zusage über insgesamt 125 Mrd. Dollar.

Im Rahmen des Rettungspakets für die Finanzbranche hat die US-Regierung Banken damit bisher 158,6 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt. Weitere staatliche Zahlungen zum Ankauf von Bankaktien sollen nach Ablauf der Frist Anfang Dezember folgen.

US-Finanzminister Henry Paulson machte jedoch deutlich, dass er bis zum Amtsantritt des neuen Präsidenten Barack Obama am 20. Jänner nach Möglichkeit kein weiteres Geld ausgeben wolle. Die bisherigen Bemühungen zur Stabilisierung der US-Finanzmärkte haben nach seiner Auffassung bereits beträchtlichen Erfolg gezeigt. (red, DER STANDARD, Printausgabe, 19.11.2008)

Share if you care.