Historikertreffen beleuchtet Österreichs und Tschechiens Geschichte

18. November 2008, 18:09
5 Postings

20. und 21. November im Schloss Waidhofen an der Thaya

St. Pölten - Als Auftakt zur NÖ Landesausstellung "Österreich.Tschechien. geteilt-getrennt-vereint", 2009 zum ersten Mal grenzüberschreitend in Horn, Raabs und Telc, werden bei den dritten Österreichisch-Tschechischen Historikertagen am Donnerstag und Freitag im Schloss Waidhofen an der Thaya 30 Historiker über das "kurze 20. Jahrhundert" und die "Achter"-Jubiläen in der Geschichte beider Länder diskutieren.

Veranstalter sind die Waldviertel Akademie, das Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung und das Historische Institut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften.

Gemeinsam und getrennt

Wie der Landespressedienst erläuterte, gingen Tschechen und Österreicher zwar seit 1918 eigene Wege, konnten dabei jedoch weder ihre gemeinsame Vergangenheit noch die geostrategische Lage im mitteleuropäischen Kräfteumfeld vergessen machen: 1938 fielen beide Staaten der Aggressionspolitik des nationalsozialistischen Deutschland zum Opfer, 1948 folgte die kommunistische Machtübernahme in Prag, das Jahr 1968 brachte mit dem "Prager Frühling" den Versuch einer Annäherung, der jedoch genauso scheiterte wie die Reformbestrebungen selber.

Dementsprechend sind die einzelnen Segmente der Tagung unterteilt. Die Themen lauten "1918: Umbruch und Neubeginn: (Deutsch-) Österreich und die Tschechoslowakei: Verlierer und Sieger?", "1938: Österreich und die Tschechoslowakei im Angesicht der Aggression Hitler-Deutschlands: Aktionen, Reaktionen, Alternativen", "1948: Im Schatten Stalins: Österreich und die Tschechoslowakei und die Neuordnung Europas" sowie "1968: Reform, Umbruch, Aufbruch: Österreich und die Tschechoslowakei im "magischen Jahr". (APA)

Share if you care.