Von staatstragend bis subversiv

18. November 2008, 17:44
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Das Symposium "Kultur - Harmonie und Konflikt"

Einmal kulinarisch, einmal kämpferisch, immer "Kultur": Das Feld ist ein weites. Zum Symposium „Kultur - Harmonie und Konflikt" (19. - 21. 11.) lädt das Europäische Forum Alpbach. Zunächst betrachtet man die Dynamik zwischen Zentren und Peripherie mit Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder und dem künstlerischen Leiter der Klangspuren Schwaz, Peter Paul Kainrath. Tags drauf wird's widerständig, dafür sorgen der Philosoph und Antirassismus-Aktivist Ljubomir Bratic, der Kunsttheoretiker Gerald Raunig und der Subkultur-Forscher und -Praktiker Rolf Schwendter. Auch Rainer Langhans bleibt nicht im Jahr 1968.

Etwas verwirrend eingebettet in ein "Jugendkultur"-Panel ist Florian Cramer: Ihn kennen und schätzen Literatur- und Web-Freaks als Betreiber von Internetprojekten wie "Permutations", der in Rotterdam Lehrende gilt als einer der führenden Experten im Bereich avancierter Netzliteratur und Medienkunst. "Kultur als Kampfmittel" diskutieren die auch für ihren feministischen Zugang bekannte Kuratorin Silvia Eiblmayr (mit Valie Export Österreich-Kommissärin der Biennale Venedig) und Margarethe Makovec (Rotor, Graz). Den Abend gestaltet Bazon Brock mit einer "Special Lecture", es folgt ein Konzert des Ensemble XX. Jahrhundert. Kontrovers könnte der letzte Vormittag werden: Hier treffen Juliane Alton (IG Kultur) und Belvedere-Chefin Agnes Husslein aufeinander, auch zwei Generaldirektoren sind dabei: Wilfried Seipel vom KHM und Karl Stoss von den Österreichischen Lotterien. (pen/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 19. 11. 2008)

>> Innsbruck, Aula der Universität, 16.00

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