Oetker peilt Sperrminorität bei Douglas an

18. November 2008, 14:19
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Das Kartellamt hat bereits grünes Licht gegeben, da es keine Beeinträchtigung des Wettbewerbs befürchtet

Düsseldorf - Der Mischkonzern Oetker will seine Machtposition beim Handelsunternehmen Douglas ausbauen. Nach Angaben des deutschen Kartellamts plant Oetker, seinen Douglas-Anteil über die Sperrminorität von 25 Prozent hinaus aufzustocken. Die Behörde teilte am Dienstag mit, der Bielefelder Konzern habe entsprechende Pläne bereits am 12. November bei ihr zur Genehmigung angemeldet.

Die Kartellwächter hätten grünes Licht gegeben, da sie keine Beeinträchtigung des Wettbewerbs sähen, sagte eine Behördensprecherin Reuters. Ein Oetker-Sprecher wollte sich zu den Plänen des Konzerns bei Douglas nicht äußern. Douglas lehnte ebenfalls eine Stellungnahme ab und verwies auf Oetker.

Die unter anderem im Nahrungsmittel-, Brauerei- und Reedereigeschäft tätigte Oetker-Gruppe hatte in der Vergangenheit ihren Anteil an dem vor allem durch seine Parfümeriekette bekannten Hagener Konzern kontinuierlich aufgestockt. Im April hatte der Konzern die Schwelle von 15 Prozent übersprungen, im August die 20-Prozent-Hürde. Derzeit hält Oetker nach im Internet veröffentlichten Douglas-Angaben 23,32 Prozent am Grundkapital. Überspringt Oekter auch die Schwelle von 30 Prozent, wird eine Pflichtofferte an die anderen Douglas-Aktionäre fällig. Als Grund für die Übernahme neuer Douglas-Anteile hatte ein Douglas-Sprecher in der Vergangenheit sogenannte Put-Optionen genannt, die Oetker zu einer Übernahme von Douglas-Anteilen zwängen. (APA/Reuters)

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