Windows 7: Sieben Dinge, die man von Mac OS X lernen kann

18. November 2008, 11:18
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Der Vista-Nachfolger soll schneller und schlanker werden - Auch Multi-Touch-Displays werden unterstützt, aber es gibt noch zahlreiche Verbesserungs- möglichkeiten

Windows 7 soll gegenüber seinem Vorgänger Windows Vista zahlreiche Verbesserungen aufweisen. So wird es schneller sein, weniger hohe Anforderungen an die Hardware stellen und zahlreiche neue Features bieten. Doch kann Microsoft von seinem Mitbewerber Apple und dessen Mac OS X noch einiges lernen, dies meint zumindest TechRadar.

Sieben Verbesserungsvorschläge

TechRadar schlägt Microsoft sieben Verbesserungsvorschläge für sein Windows 7 vor - aus Sicht von Apple NutzerInnen. Vor allem im Bereich Übersichtlichkeit und damit KundInnennutzen sieht das Magazin einiges Potenzial für den US-Softwarekonzern.

Weniger Versionen

Ein Punkt in dem Microsoft von Apple lernen könnte, wäre schon in der Produkteinteilung zu finden. Einfacher Produktversionen sollen mehr Übersichtlichkeit schaffen. Für viele KundInnen ist nicht klar, was die Vor- oder Nachteile einer Home, Professional oder Ultimate-Version sind. Vista wurde in sechs unterschiedlichen Versionen ausgeliefert. Apple beschränkt sich stets nur auf eine - Server-Editionen mal ausgenommen. Könnte Microsoft die Anzahl der unterschiedlichen Windows 7-Versionen im Vergleich zu Vista wenigstens halbieren, so wäre dies schon ein großer Fortschritt, so TechRadar.

Neues visuelles Erlebnis

"Windows 7 sieht wie eine weitere Version von Windows Vista aus", so TechRadar. Auch bei Apple kann man eine durchgängige Linie erkennen, aber jede neue Version biete in zumindest kleinen, aber wesentlichen Punkten grafische Änderungen, so dass jede Version ihre einzigartige visuelle Komponente aufweise. Apple hat viel früher bereits auf grafische Effekte gesetzt und weiß um die Bedeutung beziehungsweise um den Nutzen - die AnwenderInnen beeindrucken, auch wenn nicht viel dahinter steht.

Weniger Alarme

"Wahrscheinlich eines der besten Features in OS X ist, dass man die Hälfte der Zeit gar nicht mitbekommt, dass es da ist. OS X hat ein minimalistisches Interface, lässt sich schnell personalisieren und vor allem es nervt nicht mit Fehlermeldungen. Microsoft scheint bei Windows 7 ohnehin schon ein bisschen in diese Richtung zu gehen. So können die AnwenderInnen selbst festlegen, wann sie gewarnt werden wollen. Eine wesentliche Erleichterung für den Alltag. "Hoffentlich erleben wir nie mehr die Rückkehr des nervenden Clippy aus Office", so TechRadar.

Unsichtbare Sicherheit

Das Thema Sicherheit ist eines, wo Microsoft wesentlich stärker gefordert ist, als Apple. Dennoch gäbe es vom kleineren Mitbewerber etwas zu lernen. "Es ist wenig sinnvoll, wenn Webseiten nicht angezeigt werden, wenn sie kein "Sicherheitszertifikat" aufweisen. Was noch dazu bei fast allen "Nicht-Microsoft-Webseiten" der Fall sein dürfte", so TechRadar. Das sei einfach nur nervend und fördere eine Kultur der Angst. Zum Bereich Security zählt das Magazin auch die Back-Up-Fragen. "Wieso hat Apple ein System wie "TimeMachine" und Microsoft nicht?"

Verständliche Namensgebung

Ebenfalls in den Bereich AnwenderInnenfreundlichkeit zählt die nächste Verbesserungsmöglichkeit: die Namensgebung sollte überdacht werden. "Microsoft sollte die grauenhafte Marketing-Sprache bei der Bezeichnung von Teilen seines Betriebssystems aufgeben. Ein gutes Beispiel ist "Windows Genuine Advantage" - Was um Himmels Willen soll das heißen?" Doch hier dürfte Microsoft die einfache Namensgebung von Apple bei Windows 7 nicht berücksichtigen. So heißt das Windows Security Center nun "Windows Solution Center".  Und wieso es "Device Stage" und nicht einfach "Devices" heißen muss, erscheint auch nicht nachvollziehbar.

Schmerzlose Registrierung

Einen weiteren Punkt wo sich Microsoft eine Scheibe von Apple abschneiden könnte, ist die Frage der Produktregistrierung beziehungsweise -aktivierung.Während man sich bei Microsoft wie ein Krimineller fühle, der hunderte Dinge ausfüllen müsse - etwa einen langen Product-Code, diesen dann auch noch telefonisch oder über das Internet aktivieren, müsse man bei Apple nicht einmal eine Seriennummer eingeben.

Eine funktionierende Suche

Eine gute und funktionierende Suche ist eines jener Dinge, die Microsoft in Windows 7 hinbekommen muss. Mit Spotlight legt Apple hier die Messlatte hoch, denn dieses System funktioniert - schnell und genau. Mal sehen, ob Microsoft hier nachbessern kann und wird. "Es sollte nicht leichter sein Daten im Netz zu finden, als am eigenen PC."(red)

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    Die Frage aller Fragen: Kann Microsoft mit Windows 7 mehr AnwenderInnenfreundlichkeit schaffen?

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