Bis zu vier Millionen bei Obamas Amtseinführung erwartet

18. November 2008, 18:42
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Massenansturm bei Angelobung könnte alle bisherigen Rekorde brechen - Handel mit Tickets für Amtseinführung wird strafbar, 240.000 Karten werden kostenlos an die Öffentlichkeit abgegeben

Washington - Der Massenansturm zur Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten Barack Obama wird nach Einschätzung der Behörden alle bisherigen Rekorde brechen. Erwartet werden zu der Zeremonie am 20. Jänner in Washington bis zu vier Millionen Menschen, berichtete die "Washington Post" am Dienstag unter Berufung auf Stadt- und Regierungsbeamte.

Obama wolle möglichst vielen Zuschauern die Teilnahme an der Feier ermöglichen, zitierte die Zeitung Washingtons Bürgermeister Adrian Fenty. Die Vereidigung selbst findet vor dem Kapitol statt, für sie werden 240.000 kostenlose Tickets vergeben. Später am Tag führt eine Parade vom Kapitol zum Weißen Haus. Doch nur ein Bruchteil der erwarteten Menschenmenge kann sich entlang dieser Route versammeln.

Der Zeitung zufolge wird nun geplant, die Mall - die Museumszeile im Herzen der Stadt - zum Versammlungsort für die Zuschauer zu machen. Von dort aus sollen sie das Ereignis auf Großbild-Leinwänden verfolgen können.

Man werde sich zwar an den bisherigen Prozeduren bei Amtseinführungen orientieren, sagte Fenty. Aber Abweichungen seien unumgänglich. Der bisherige Zuschauerrekord lag der "Washington Post" zufolge bei 1,2 Millionen Menschen - so viele Besucher kamen 1965 zur Amtseinführung von Lyndon B. Johnson.

Schwarzhandel

Angesichts der enormen Nachfrage nach Tickets für die Amtseinführung des designierten US-Präsidenten Barack Obama soll jeglicher Schwarzhandel unterbunden werden. Die Demokraten im Kongress brachten am Montag einen Gesetzentwurf ein, dem zufolge ein Verkauf solcher Eintrittskarten ebenso strafbar wird wie ihre Fälschung. Bei Zuwiderhandlung können Geldstrafen bis zu 100.000 Dollar (78.989 Euro) und Gefängnisstrafen von einem Jahr verhängt werden.

Für die Amtseinführung am 20. Jänner wurden von Regierungsseite 240.000 Karten gedruckt, die kostenlos an die Öffentlichkeit vergeben werden sollen. Die für die Verteilung zuständigen Kongressbüros werden seitdem mit Anfragen geradezu überschwemmt.  (APA/AP)

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