Klimaschutz muss in Zeiten der Finanzkrise warten

17. November 2008, 18:02
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Niedrigerer Energieeinsatz bei Wirtschaftsabschwung

Bonn - Die internationale Finanzkrise wird nach den Worten von UN-Klimachef Yvo de Boer auch den globalen Klimaschutz und die Verhandlungen beeinflussen. Wie die Auswirkungen genau aussehen könnten, sei noch unklar, sagte de Boer am Montag in Bonn. Möglicherweise sei bei wirtschaftlichen Problemen die Bereitschaft geringer, in den Klimaschutz zu investieren. Daher sei es auch gut, dass für ein neues Klimaschutz-Abkommen noch ein Jahr Zeit bleibe.

Ein wirtschaftlicher Abschwung würde sich auch in niedrigerem Energieeinsatz niederschlagen. Dies könnte bessere Bilanzen beim klimaschädlichen Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) bedeuten. Andererseits könnte ein niedrigerer Ölpreis auch den Verzicht auf den Einsatz erneuerbarer Energien begünstigen. Trotz aller Warnungen vor einem Klimawandel steigt der Ausstoß von Treibhausgasen weltweit weiter. Seit dem Jahr 2000 nahmen die Emissionen der Industriestaaten um 2,3 Prozent zu. Allerdings lagen die Werte den Angaben zufolge um rund fünf Prozent unter denen von 1990. (dpa, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.11.2008)

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