Schüssel und Vranitzky keine Kandidaten

17. November 2008, 17:51
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Gerüchte über präsidentiale Ambitionen zurückgewiesen: "Will nicht und werde es nicht" vs. "Völlig aus der Luft gegriffen"

Wien - Am Mittwoch steigt vor dem Türkei-Match ein anderes Spielchen, ab 15.30 Uhr tagt der ÖFB-Wahlausschuss. Es gilt einen Vorsitzenden zu bestimmen, der dann das Prozedere für die Neuwahl des Präsidenten am 18 Jänner regelt. Zur Erinnerung: Friedrich Stickler hat aufgehört. Noch ist nicht ganz klar, ob es einen hauptamtlichen (gegen Bezahlung) oder ehrenamtlichen Chef geben soll. Darüber wird im Ausschuss entschieden. Alfred Ludwig, ÖFB-Generalsekretär, könnte befördert werden, er muss ja nicht den Titel "Präsident" umgehängt bekommen.

Geschichten entstehen. Einer sagt etwas, einer schreibt etwas. Dann wird dementiert. Im Fußball kennt man das aus dem Spieler- und Trainerbereich. Jetzt ist der Präsidentenbereich an der Reihe. Die Kleine Zeitung - Geschichte! - hatte Franz Vranitzky und Wolfgang Schüssel ins Spiel gebracht. Am Montag nahmen die Exbundeskanzler Stellung. "Ich will nicht und werde es auch nicht" , sagte Vranitzky dem Standard: "Ich bin 71 Jahre alt und nicht auf der Suche nach neuen Ämtern." Präsident des Klubs der Freunde der Nationalmannschaft ist er ja schon. Auch Schüssel nannte die Gerüchte "völlig aus der Luft gegriffen" . Aus seinem Umfeld war zu hören, er werde im Fußball auch künftig nur seine gewohnte Rolle bekleiden, jene des Stürmers in einer Hobbytruppe. (hac, nim, fri - DER STANDARD PRINTAUSGABE 18.11. 2008)

 

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