Nach Proteststurm: Sperrung von wikipedia.de aufgehoben

17. November 2008, 15:28
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Abgeordneter der deutschen Linken ließ Weiterleitung wegen angeblich unwahren Angaben zu seiner Person unterbinden

Die Website wikipedia.de darf wieder auf das Online-Lexikon Wikipedia weiterleiten. Der Bundestagsabgeordnete der deutschen Linkspartei Lutz Heilmann habe gegenüber dem Landgericht Lübeck seinen Antrag auf eine Einstweilige Verfügung rechtswirksam zurückgezogen, sagte Richterin Gesine Brunkow am Montag. Damit dürfe Wikimedia Deutschland auf der Website des Vereins wieder auf die deutschsprachige Wikipedia (de.wikipedia.org) verlinken, sagte die Gerichtssprecherin.

Unwahre Behauptungen

Heilmann hatte am vergangenen Donnerstag eine Sperrung der Weiterleitung von wikipedia.de auf das in den USA beheimatete Angebot von Wikipedia beantragt, da nach seiner Ansicht in einem Wikipedia-Artikel unwahre Behauptungen über ihn aufgestellt wurden. Das deutschsprachige Internet-Lexikon Wikipedia war aber weiterhin über die Adresse http://de.wikipedia.org zu erreichen.

Proteststurm

Nach einem Proteststurm im Internet erklärte Heilmann am Sonntag, die von ihm monierten Behauptungen seien inzwischen entfernt worden, und die Seite wikipedia.de könne wieder freigeschaltet werden. Auf seiner eigenen Website erklärte Heilmann, der juristische Weg habe sich für diese Auseinandersetzung "insoweit als problematisch erwiesen, als durch die Struktur von Wikipedia die anderen Userinnen und User in Mitleidenschaft gezogen werden". Das sei nicht seine Absicht gewesen. (APA/dpa)

 

  • wikipedia.de darf wieder auf das Online-Lexikon Wikipedia weiterleiten

    wikipedia.de darf wieder auf das Online-Lexikon Wikipedia weiterleiten

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