Wilde Streiks bei Alitalia fortgesetzt: 100 Flüge gestrichen

17. November 2008, 15:01
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Heftige Passagier-Proteste - Einigung mit Air France-KLM rückt näher - Belegschaft auf Kurzarbeit gesetzt

Rom - Wegen der wilden Streiks und der Einführung der Kurzarbeit für Teil der Belegschaft hat die italienische Fluggesellschaft Alitalia am Montag über 100 Flüge streichen müssen. Allein auf dem römischen Flughafen Fiumicino wurden am Montag 70 Flüge gecancelt. Dabei kam es zu heftigen Passagierprotesten. Mehrere Ausländer, die über die Protestaktion nicht informiert waren, mussten stundenlang auf ihre Flüge warten.

Fünf der neun Alitalia-Gewerkschaften, darunter die Organisationen der Piloten und Flugbegleiter, wenden sich gegen die neuen Arbeitsverträge, die von den Übernahmeinteressenten des Investorenbündnisses CAI vorgelegt worden sind. Angeführt wird der Protest von einer radikalen Minderheit der Alitalia-Mitarbeiter, die seit einer Woche den Dienst arbeitswilliger Kollegen behindern.

Die rund 17.000 Mitarbeiter der Alitalia sind auf Kurzarbeit gesetzt worden, berichtete der Insolvenzverwalter der Fluggesellschaft, Augusto Fantozzi, nach Medienangaben vom Montag. Die Alitalia-Belegschaft wurde schichtweise auf Kurzarbeit gestellt, da die Alitalia wegen ihrer finanziellen Probleme Dutzende von Flugverbindungen streichen musste. (APA)

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