Im Krüger-Nationalpark sterben immer noch die Krokodile

17. November 2008, 14:18
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Einleitung von Abwässern in Flüsse Olifant und Letaba bislang einzige Spur - betroffene Tiere leiden unter Verfestigung des Fettgewebes

Johannesburg - Ein mysteriöses Massensterben von Krokodilen beunruhigt seit Ende Mai die Verantwortlichen im südafrikanischen Krüger-Nationalpark. Nachdem ihm bisher in den Flüssen Olifant und Letaba mehr als 160 Tiere zum Opfer fielen, hat die Nationalpark-Behörde SAN-Parks einen Arbeitskreis eingesetzt.

"Wir sind davon ausgegangen, dass die andauernde Verschmutzung des Olifants-Flusses irgendwann zu einer Art ökologischem Desaster führen würde; aber das hohe Ausmaß des Krokodilsterbens hat uns überrascht", erklärte am Montag der Leiter des wissenschaftlichen SAN-Parks-Dienstes, Danie Pienaar.

Als wahrscheinlich gelte, dass die Zahl der toten Krokodile weit höher ist, da die Kadaver auf den Flussgrund sinken und nicht entdeckt werden. Unbekannt ist die Ursache des Massensterbens, obwohl es Hinweise auf eine Verschmutzung des Gewässers durch die Einleitung von Industrie-, Bergbau- und Landwirtschafts-Abwässern gibt. Bei den Reptilien verfestige sich das Fettgewebe und die Bewegungsfähigkeit werde eingeschränkt. Das führe dazu, dass die Tiere verhungern oder ertrinken, sagte Pienaar. (APA/dpa/red)

 

 

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