Walforschung ohne Tötungen in Australien

17. November 2008, 13:22
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Erkenntnisse über Vorkommen und Wanderwege der Wale sollen mit Hilfe von Satelliten gewonnen werden - mit Video

Canberra - Mit einem Millionen-Programm will die australische Regierung die Forschung an Walen ausweiten, ohne dabei auch nur einen der Meeressäuger zu töten. In das Projekt sollen umgerechnet etwa drei Millionen Euro investiert werden, wie Umweltminister Peter Garrett am Montag bekanntgab. Die Forschungen sollen demnach kurz vor Beginn der Jagdsaison im Südmeer aufgenommen werden. Damit wolle man Japan beweisen, dass wissenschaftliche Ergebnisse "auch ohne den Einsatz von Harpunen" erzielt werden könnten, sagte Garrett - nicht dass Japan mit seinen "Erkenntnissen" die Fachwelt bisher überwältigt hätte ...

Japan tötet jährlich mehr als 1.000 Wale-  zu Forschungszwecken, wie die Regierung in Tokio behauptett. Sie erhielt zu diesem Zweck von der Internationalen Walfangkommission (IWC) eine Ausnahmegenehmigung, denn der kommerzielle Walfang ist seit 1986 verboten. Kritiker des japanischen Programms machen jedoch geltend, dass damit sehr wohl kommerzielle Zwecke verfolgt würden, zumal das Walfleisch anschließend zum Verzehr verkauft werde. Die Regierung in Canberra will ihre Forschungen über Bestände und Migrationsrouten laut Garrett unter Einsatz modernster Satellitentechnik betreiben: "Australien ist nicht der Ansicht, dass man Wale töten muss, um sie besser zu verstehen." (APA/AP/red)

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