Zweite Wahlrunde im indischen Teil Kaschmirs

23. November 2008, 10:44
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Strikte Sicherheits- Vorkehrungen - Radikale Muslime und Separatisten riefen erneut zum Boykott des Urnengangs auf

Ganderbal - Unter strikten Sicherheitsvorkehrungen hat im indischen Teil Kaschmirs die zweite Runde der Wahl einer neuen Regierung für den Bundesstaat begonnen. Alle 530 Wahllokale hätten am Morgen geöffnet, sagte ein Sprecher des Bundesstaats am Sonntag.

Neuerlicher Boykottaufruf

Radikale Muslime und Separatisten riefen zum Boykott des Urnengangs auf, der ihrer Ansicht nach Indiens Herrschaft über die Himalaya-Region stärkt. Im Zuge der Sicherheitsstrategie der Behörden wurde Kaschmir in sieben Wahlgruppen eingeteilt, die an verschiedenen Terminen abstimmen. Beim Auftakt am vergangenen Montag gaben rund 60 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Letzter Wahltermin ist am 24. Dezember in Srinagar, der Hochburg anti-indischer Rebellen.

Im Juli wurde der indische Teil Kaschmirs der Regierung in Neu Delhi direkt unterstellt, nachdem die Regierung in dem Himalaya-Gebiet zusammengebrochen war. Grund war die umstrittene Entscheidung, Ländereien in der überwiegend von Muslimen bewohnten Region einer hinduistischen Pilgervereinigung zu übergeben. (APA)

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    Indische Polizisten versammeln sich um ein wärmendes Feuer in Srinagar. Tausende Sicherheitskräfte patrollieren während des zweiten Urnengangs im indischen Teil Kaschmirs.

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