Salzburger Lyrikpreis geht an Wolfgang Wenger

17. November 2008, 12:32
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Jury: Gedichte des Oberösterreichers weisen durchgehende Qualität und Sprachsicherheit auf

Salzburg - Der mit 3.000 Euro dotierte Lyrikpreis des Landes Salzburg geht heuer an den den Schriftsteller Wolfgang Wenger. Seit 1993 vergibt das Land einen Lyrikpreis in den Jahren, in denen kein Georg-Trakl-Preis ausgeschrieben wird. Heuer wird der Lyrikpreis zum neunten Mal vergeben. Wenger wurde von der Jury einstimmig gewählt.

"Durchgehende Qualität und Sprachsicherheit"

Die Jury begründete die Preisvergabe an den Wolfgang Wenger folgendermaßen: "Seine zwanzig eingereichten Gedichte weisen eine durchgehende Qualität und Sprachsicherheit auf. Hier bringt sich eine hoch organisierte Stimme zu Gehör, die ohne große Gestik auskommt: einfach, doch nie banal, ruhig fließend und federleicht von konkreten Bezügen ausgehend, doch neue Betrachtungsstürme der Wirklichkeit erschließend. Diese Gedichte wirken wie Feinstimmer auf das Ohr des Lesers, machen auf leiser werdende Töne, auf feinere Nuancen des Hörens und Betrachtens aufmerksam. Die Sprache ist fließend in Rhythmus und Musikalität, mit stimmigen Bildern, uneitel, manchmal lakonisch mit einer Spur Selbstironie gewürzt."

Studium der Germanistik und Religionspädagogik

Wolfgang Wenger wurde 1962 in Braunau am Inn geboren und lebt in Adnet im Salzburger Tennengau. Wenger studierte Germanistik und Religionspädagogik und ist Lehrer an der Höheren Lehranstalt und Fachschule für wirtschaftliche Berufe "Elisabethinum" in St. Johann im Pongau, daneben Lehrbeauftragter für Fachdidaktik Deutsch im Fachbereich Germanistik der Universität Salzburg. Er schreibt Prosa und Lyrik, und erhielt u.a. den Rauriser Förderungspreis 1989, das Jahresstipendium für Literatur des Landes Salzburg 1994 und 1997/98 ein Projektstipendium für Literatur des Bundeskanzleramtes.

Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger sind Hansjörg Zauner (1993), Gudrun Seidenauer (1995), Roswitha Klaushofer (1996), Lisa Mayer (1998), Brigitte Niederseer (2000), Christoph Janacs (2003), Christine Haidegger (2005) sowie Hans Augustin und Bettina Balaka, zwischen denen im Jahr 2006 der Preis geteilt wurde. (APA)

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