Marc Janko muss passen

17. November 2008, 11:56
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Salzburger Tormaschine sagte für ÖFB-Spiel ge­gen Türkei wegen Ober­schenkel-Verhärtung ab - Auch Pogatetz scheidet verletzt aus - Hoffer nachnominiert, Maierhofer nicht disponibel

Wien - Österreichs Fußball-Nationalteam geht stark ersatzgeschwächt in das Testspiel am Mittwoch (20.30 Uhr/live ORF1) im Wiener Happel-Stadion gegen die Türkei. Fast im Minutentakt trudelten am Montagvormittag die Absagen ein: Zunächst gab der im Moment überragende Salzburg-Torjäger Marc Janko wegen einer Oberschenkelverhärtung w.o., sein vorgesehener Ersatz Stefan Maierhofer steht wegen der gleichen Blessur ebenfalls nicht zur Verfügung. Auch Middlesbrough-Verteidiger Emanuel Pogatetz verzichtete aufgrund einer Innenbanddehnung im Knie auf eine Reise nach Wien.

Bereits am Sonntag hatte der von Rückenschmerzen geplagte Juventus-Goalie Alexander Manninger dem ÖFB mitgeteilt, nicht zur Verfügung zu stehen, mit AEK-Athen-Legionär Jürgen Macho (Netzhautentzündung) fällt ein weiterer Tormann aus. Außerdem fehlen Ümit Korkmaz (Mittelfußknochenbruch), Martin Harnik (Bänderverletzung) und Franz Schiemer (Fersenbeinverletzung). Bereits am Sonntag wurden Marko Stankovic (Sturm Graz) und Keeper Andreas Schranz (Austria Kärnten) nachnominiert, am Montagvormittag erhielt auch Erwin Hoffer die Einberufung.

Verschärft wird die Personalmisere noch dadurch, dass Spieler wie Andreas Ivanschitz, Martin Stranzl und Rene Aufhauser zuletzt bei ihrem Clubs fast immer nur Zuschauer waren, auch die Einsatzminuten von Sebastian Prödl und Jürgen Säumel bewegen sich auf überschaubarem Niveau - kein Wunder also, dass es Jan Kocian die Sorgenfalten auf die Stirn treibt. "Es ist traurig, wenn man über so viele Ausfälle reden muss und noch dazu einige Spieler im Kader hat, die am Wochenende wenig oder gar nicht gespielt haben", meinte der slowakische Assistent von Teamchef Karel Brückner.

Der 50-Jährige war aber auch bemüht, der Absageflut positive Seiten abzugewinnen. "Für den einen kann das Pech sein, für den anderen Glück. Die jungen Spieler können nun ihre Stärke zeigen, sie haben die Chance, sich zu präsentieren." Ähnlicher Meinung war auch der zweite Teamchef-Assistent Andreas Herzog. "Jammern nützt jetzt nichts. Wir müssen uns auf diese Leute konzentrieren, die da sind, und das Beste daraus machen. Die Neuen müssen zeigen, was sie können."

Wenn es sich bei den Verletzungen jener Kicker, die am Montag absagten, auch nur um kleine Blessuren handelt - mangelnde Absicht wollte der ÖFB-Rekordteamspieler den "Angeschlagenen" nicht unterstellen, sondern meinte nur diplomatisch: "Die Verletzungen sind ja nicht so schwer. Ich hoffe, dass sie alle am Wochenende wieder spielen können." Einen kleinen Seitenhieb konnte sich der Wiener aber nicht verkneifen. "Jeder Spieler muss sich fragen, ob er in der Herbst-Vorbereitung so viel getan hat wie vor dem Jahrhundertereignis EURO 2008."

Trotz aller Ausfälle hofft Herzog gegen die Türkei auf einen versöhnlichen Abschluss eines im Endeffekt verkorksten Länderspieljahres 2008. "In den letzten drei Spielen haben wir nicht die Leistung gebracht, die wir uns gewünscht hätten. Gegen die Türkei können wir jetzt einiges gutmachen. Auch wenn das nur ein Freundschaftsspiel ist, ist es von großer Bedeutung", betonte der Wiener.

Durch den Ausfall von Janko dürfte Debütant Rubin Okotie gleich von Beginn an stürmen. "Wir erkennen sein Potenzial, aber er muss sich noch weiter verbessern", sagte Herzog über den Austria-Stürmer, der über die Seiten Unterstützung von Andreas Hölzl und Marko Stankovic - ebenfalls ein Neuling - bekommen dürfte. Auch Goalie Michael Gspurning wird zu seinem ersten Länderspiel-Einsatz kommen, als weitere Fixstarter gelten Christoph Leitgeb und Andreas Ibertsberger.(APA)

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    Marc Janko muss aussetzen.

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