Ansprüche der ehemaligen Prinzessin Schwarzenberg zurückgewiesen

17. November 2008, 11:50
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Verfassungsgericht entscheidet gegen Elisabeth Pezolds Beschwerde - Erfolgloser Kampf um Rückgabe des früheren Familienbesitzes in Südböhmen

Prag/Brünn/Wien - Das tschechische Verfassungsgericht hat eine Beschwerde von Elisabeth Pezold (Alzbeta Pezoldova), geborene Prinzessin Schwarzenberg, verworfen. Pezold, deren Vater Heinrich 1960 den heutigen tschechischen Außenminister Karel Schwarzenberg adoptiert hatte, kämpft seit Jahren erfolglos um die Rückgabe des früheren Familienbesitzes in Südböhmen, den einst die deutsche Nazi-Besatzungsmacht konfisziert hatten und der nach dem Zweiten Weltkrieg in tschechoslowakisches Staatseigentum übergegangen war.

Die 61-jährige Urenkelin des Fürsten Adolph Joseph zu Schwarzenberg, Herzog von Krummau, argumentierte damit, dass die Enteignungsmaßnahme Bestimmungen der damals gültigen Verfassung widersprochen habe. Zu den strittigen Besitztümern gehören die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Schlösser Česky Krumlov (Krummau) und Hluboká nad Vltavou (Frauenberg) nördlich von České Budějovice (Budweis).

Immer noch gültige Gesetze

Pezolds Anträge waren vor Gericht immer mit der Begründung abgewiesen worden, die Enteignung sei aufgrund noch immer gültiger Gesetze erfolgt. Seine Ansprüche auf dem Restitutionsweg durchgesetzt hat indes der zweite (sogenannte Orlik-)Zweig des Adelsgeschlechts rund um Außenminister Schwarzenberg. (APA)

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    Elisabeth Pezold kämpft unter anderem um die Rückgabe des Schlosses Česky Krumlov (Krummau).

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