"It's about love"

17. November 2008, 11:25
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In Kalifornien demonstrierten am Wochenende BefürworterInnen der "Homo-Ehe" gegen das Votum der Volksabstimmung

Los Angeles - In den USA sind zehntausende DemonstrantInnen gegen die Abschaffung der Homo-Ehe im Bundesstaat Kalifornien auf die Straße gegangen. Die Proteste in zahlreichen Städten am Samstag richteten sich gegen eine Volksabstimmung, bei der sich die GegnerInnen gleichgeschlechtlicher Eheschließungen durchgesetzt hatten. In Los Angeles zogen mehrere tausend Menschen vor das Rathaus und verlangten, das Ergebnis der Abstimmung nicht anzuerkennen.

Weitere Demonstrantionen gab es in San Diego, San Francisco, New York, Chicago, Denver, Seattle, Portland und Boston. In Los Angeles und San Diego versammelten sich auch GegnerInnen gleichgeschlechtlicher Ehen zu Gegenkundgebungen.

Bei der Präsidentenwahl am 4. November hatten die BewohnerInnen Kaliforniens auch ihre Stimme für die Volksabstimmung über gleichgeschlechtliche Eheschließungen abgegeben. 52,5 Prozent der WählerInnen in dem Westküstenstaat stimmten für das Verbot der "Homo-Ehe" und 47,5 Prozent dagegen. Das Oberste Gericht von Kalifornien hatte erst vor wenigen Monaten den Weg für die Ehe von gleichgeschlechtlichen Paaren freigemacht. Im Mai hob es das Ergebnis einer ähnlichen Volksabstimmung aus dem Jahr 2000 auf, bei der sich 61 Prozent der KalifornierInnen gegen gleichgeschlechtliche Eheschließungen ausgesprochen hatten.

Kalifornien war damit nach Massachusetts der zweite US-Bundesstaat, der Partnerschaften von Homosexuellen der Ehe zwischen Mann und Frau vollkommen gleichstellte. Einige weitere Staaten lassen eingetragene Lebenspartnerschaften zu. In Kalifornien sammelten die Gegner der Home-Ehe jedoch genügend Unterschriften, um die Volksabstimmung zu erwirken. (APA/AFP)

 

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    Proteste gegen die Ergebnisse der Volksabstimmung in Kalifornien: Das Votum soll von der Regierung nicht anerkannt werden.

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