Fortschritte bei der Bekämpfung der Brände in Kalifornien

17. November 2008, 10:22
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Winde haben nachgelassen - Knapp 1000 Häuser zerstört, tausende Menschen in Notunterkünften

San Francisco - Dank nachlassender Winde haben die Feuerwehrleute in der Nacht auf Montag endlich Fortschritte bei der Eindämmung des Flammenmeeres in Südkalifornien gemacht. Nur einer von drei Großbränden, die am Wochenende Zehntausende Menschen in die Flucht geschlagen hatten, war östlich von Los Angeles noch außer Kontrolle. Die Feuer nahe Santa Barbara und Sylmar, einer Stadt am Nordrand von Los Angeles, waren weitgehend eingedämmt.

"Die Santa- Ana-Winde sind fast weg", sagte Feuerwehrchef Terry DeJournett der "Los Angeles Times". Jetzt könnten die Feuer leichter gelöscht werden. Unterdessen gibt es Hinweise auf Brandstiftung: Die Ermittler vermuten, dass das verheerende Feuer in Santa Barbara "von Menschen verursacht wurde", sagte ein Behördensprecher dem US-Sender CNN. Mehr als 8.000 Hektar Land seien nördlich der Metropole Los Angeles, in den Canyons von Orange County und in Montecito bei Santa Barbara verbrannt, teilten die Behörden mit.

Der Feuersturm hat im Süden Kaliforniens eine Schneise der Verwüstung hinterlassen: Knapp 1000 Häuser wurden zerstört, tausende Menschen mussten in Notunterkünften Zuflucht suchen. Mit Genehmigung der Behörden sollten die Bewohner einer fast vollständig abgebrannten Wohnsiedlung in Sylmar am Montag erstmals in das Gebiet zurückkehren dürfen. Die Flammen hatten dort mehr als 600 Wohncontainer vernichtet. Polizisten durchkämmten die verkohlte Siedlung mit Spürhunden. Es seien glücklicherweise keine Leichen gefunden worden, hieß es.

Ein Brand östlich von Los Angeles im Bezirk Orange County bedrohte am Sonntag mehr als 3000 Häuser. Über 20.000 Menschen folgten dem Aufruf der Feuerwehr, die betroffenen Ortschaften zu verlassen. Auch der Rapper Snoop Dogg und seine Familie brachten sich samt ihren Hunden in Sicherheit, berichtete die "Times". Am Abend durften einige Anrainer schon wieder in ihre Häuser zurückkehren.

In der Region Santa Barbara lagen mehr als 200 Häuser in Schutt und Asche. Die Flammen zerstörten dort ein Kloster und zahlreiche Luxusvillen im Prominentenort Montecito. TV-Star Oprah Winfrey sowie die Schauspieler Michael Douglas und Kevin Costner gehören zu den Anwohnern. Ihre Villen blieben unversehrt.

Das Flammenmeer hatte sich seit Mitte vergangener Woche in rasendem Tempo ausgebreitet und dabei insgesamt eine Fläche von rund hundert Quadratkilometern rund um die Metropole Los Angeles verwüstet. Ein Dutzend Feuerwehrmänner wurden verletzt. Gouverneur Arnold Schwarzenegger hatte für die drei Brandgebiete den Notstand ausgerufen. (APA/dpa)

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    Suchtrupps sind zwischen den Trümmern unterwegs.

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