Rebellen und Militär im Sudan werfen einander Angriffe vor

17. November 2008, 07:48
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Am Mittwoch von Präsident Omar al-Bashir zugesagte Waffenruhe wird nicht eingehalten

El Fasher/Sudan - Im Sudan werfen einander Rebellen und Regierungstruppen vor, eine neue Welle der Gewalt in der Krisenregion Darfur angezettelt zu haben. Mehrere Rebellengruppen sprachen am Sonntag von Angriffen und Razzien an verschiedenen Orten. Die Regierung erklärte dagegen, die Rebellen hätten einen Militärkonvoi angegriffen.

Der stellvertretende Leiter der Friedensmission der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union (UNAMID), Henry Anyidoho, sagte der Nachrichtenagentur AP, die Angaben beider Seiten würden untersucht. Er forderte die Streitkräfte auf, eine am Mittwoch von Präsident Omar al-Bashir zugesagte Waffenruhe einzuhalten. Die Rebellen müssten die Vorschlag annehmen und ebenfalls die Kämpfe einstellen, sagte Anyidoho.

Keine Waffenruhe

Die Regierung in Khartum hat in der Vergangenheit bereits mehrfach einen Waffenstillstand ausgerufen, zumeist ohne Ergebnis. Die Gewalt in Darfur hat nach Schätzungen der Vereinten Nationen in den vergangenen Jahren 300.000 Menschen das Leben gekostet, mehr als 2,5 Millionen wurden vertrieben. (APA/AP)

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