Island einigt sich mit Briten und Niederländern über Bankgarantie

16. November 2008, 21:30
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Für zusammengebrochenen Internetbank Icesave

Reykjavik - Island hat am Sonntagabend Garantiezahlungen für britische und niederländische Kunden der zusammengebrochenen Internetbank Icesave zugesagt. Nach der Einigung mit den beiden dortigen Regierungen und weiteren EU-Ländern kann das vom Staatsbankrott bedrohte Land in dieser Woche dringend benötigte Hilfskredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie einzelner Länder in Anspruch nehmen.

Außenministerin Ingibjörg Sólrun Gísladóttir teilte in Reykjavik mit, dass die niederländischen und britischen Einlagen bei Icesave umgerechnet 3,5 Milliarden Euro ausmachen. Die EU will Island mit Krediten helfen, um die Verpflichtungen gegenüber den ausländischen Bankkunden erfüllen zu können. Insgesamt hofft Reykjavik auf schnelle Hilfskredite von mehr als sechs Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro).

Die isländische Regierung machte keine Angaben über möglicherweise ebenfalls erweiterte Garantien für 30 000 deutsche Kunden der zwangsverstaatlichten Kaupthing-Bank mit Einlagen von 300 Millionen Euro. Hier wurde bisher die Erstattung von Einlagen bis 20 000 Euro je Kunde nach isländischem Recht zugesagt.

Zu den britischen und niederländischen Bankkunden hieß es, sie würden "in Übereinstimmung mit den Regeln für den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)" entschädigt. Island ist nicht Mitglied der EU, gehört aber dem EWR an. (APA/dpa)

 

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