Muss eigentlich alles "privat" und "effizient" sein?

    16. November 2008, 20:38
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    FS Misik Folge 51: Wenn ein Postler Konkurrenz kriegt, kommen die Effizienzgewinne nicht bei mir an

    Gerade wurden mit viel Steuergeld die wichtigsten globalen Banken gerettet - weil ein intaktes Finanzsystem ein "öffentliches Gut" ist. Sollte das nicht ein Anlass sein, grundsätzlich darüber nachzudenken, dass es öffentliche Güter gibt, die wichtiger sind als das übliche privatwirtschaftliche Kostenminimierungskalkül? Die Aufregung um die Postamtsschließungen steht damit im Zusammenhang. Flächendeckende Versorgung ist ein "öffentliches Gut", egal ob sie sich rechnet. Und es darf auch nicht zwischen "schlechten" und "guten Kunden" unterschieden werden. Das selbe gilt auch für das Gesundheitssystem, das öffentliche Verkehrsnetz, das Schulsystem. Wenn wir zuviel privatisieren, bekommen wir Exzellentes für die Begüterten und "poor Services for poor people", also schlechte Dienstleistungen für die weniger Begüterten.

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