EU-Beobachter beschossen

17. November 2008, 14:26
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Nahe der abchasischen Grenze - Berlin protestiert - Untersuchung und Information gefordert

Berlin - Mit Protest hat die deutsche Regierung auf den Beschuss unbewaffneter, ziviler EU-Waffenstillstandsbeobachter in Georgien nahe der Verwaltungsgrenze zu Abchasien reagiert. Außenamtssprecher Jens Plötner sagte am Montag in Berlin, der Zwischenfall vom Samstag sei nicht hinnehmbar. Das Auswärtige Amt erwarte, dass diese Mission von allen Seiten im Konfliktgebiet unterstützt werde.

Der Beschuss werde jetzt von georgischen Behörden untersucht, sagte Plötner. Er forderte auch die abchasischen Sicherheitskräfte auf, die Ereignisse zu untersuchen und die Ergebnisse der EU-Mission und den georgischen Behörden mitzuteilen. Erwartet werde auch, dass die russische Regierung ihren Einfluss auf abchasische Stellen geltend mache.

Der Zwischenfall ereignete sich laut EU-Mission, als ein Beobachterteam Ermittlungen zum Tod eines georgischen Polizisten vornahm. Bei der Schießerei wurde niemand verletzt. Die 225 EU-Beobachter sollen den Waffenstillstand überwachen, der nach dem georgisch-russischen Krieg im August vermittelt wurde. Abchasien und Südossetien sind zwei Regionen, die sich für unabhängig von Georgien erklärt haben und eng mit Russland verbündet sind. (APA/AP)

 

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