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Im Windschatten der Verhandlungen über die Inhalte eines Regierungsprogramms beginnt man in der ÖVP über die Kernfragen zu grübeln: Wer oder was ist dieser Werner Faymann überhaupt, gibt es da etwas, das über reinen Eigennutz hinausgeht, mit welcher Art von Sozialdemokratie hat man es überhaupt zu tun? Die Antwort ist einfach.
Der neue SPÖ-Chef, der den inhaltlich anspruchsvollen, aber taktisch stümperhaften Vorgänger Alfred Gusenbauer mithilfe des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl und der Gewerkschaft aus dem Parteiamt gekippt hat, ist ein lupenreiner Machtpolitiker. Inhalte, das Halten einer Linie, oder gar seriöse internationale Ausrichtung der Politik sind ihm eher fremd. Wichtig ist, was bei der Masse der Bevölkerung „reingeht", und wie man das mithilfe eines dichten polit-medialen Freunderl-Netzwerks in den Massenmedien Krone, Österreich und ORF umsetzt. Erstaunlich ist eigentlich nur, wie lange die Schwarzen von Josef Pröll abwärts gebraucht haben, das zu begreifen. Da hätte es der Vorgänge um den geplanten Postfilialen-Abbau nicht bedurft.
Einer SPÖ unter Werner Faymann geht es nicht um die EU-Politik Österreichs. Auch nicht - Marx behüte! - um so seltsame Dinge wie die Ausbildung einer „solidarischen Hochleistungsgesellschaft im globalen Wettbewerb", um Moderne. Das war - welche Verirrung! - Gusenbauer. Daran wird sich nichts ändern. Solches von Faymann zu erwarten würde ja bedeuten, dass er sich quasi selbst aufgibt; und sein Erfolgsrezept. Eben weil er so ist, wie er ist, und weil er Politik so betreibt, wie er sie betreibt, hat er es zu dem gebracht, was er heute ist: Fast-Kanzler. (Thomas Mayer, DER STANDARD, Printausgabe, 17.11.2008)
Mit derStandard.at/Mobil sind Sie unterwegs immer top-informiert - mit Liveberichten und Postings!Was ist nur los, wenn es um die Türkei geht?
Unser Gesundheitssystem und die Pensionen wären ohne ihren Beitrag nicht zu finanzieren
Nun heißt es in Brüssel, Washington und New York: Auf Wien kann man sich nicht verlassen
Die zu besteuernden Produkte sind komplex, der Teufel steckt im Detail
...dass er alles seinen Machtansprüchen unterordnet:
Er prostituiert sich mit dem Monster Dichand, weil er die KRONENZEITUNG benutzt und er hat keinen
Wertekanon oder Primär- oder von mir aus auch Sekundärtugenden. Alles ist erlaubt, wenn es ihm Macht bringt. Mit Faymann werden wir uns noch gewaltig umschauen.
soll endlich österreich aus der "geislhaft" nehmen und vorausschauende intelligente politiker zu wort kommen lassen die sich auch nicht scheuen unpopuläre massnahmen zu treffen !
wenn der wirklich in die regierung kommt wird er und seine roten kumpanen "österreich gegen die wand fahren" !
Kleb dir ein Hulk-Plakat an die Wand wenn du unbedingt einen erfundenen Superhelden brauchst. Strache ist nun mal keiner.
Die Verantwortung ist sein grösster Feind, deswegen drückt er sich auch so erfolgreich vor dieser.
Wenn Sie Einsparungen meinen, so glaube ich dass diese sogar äußerst POPULÄR sind. Aber nur an der richtigen Stelle. (Verwaltung, Militär, Landwirtschaftsförderung u.s.w)
Wenn Sie aber mit unpopulär justament Maßnahmen GEGEN den Willen der Mehrheit meinen, so ist es sehr GUT, dass wir wieder Politiker haben die KEINEN Spass dran verspüren gegen das Volk zu regieren.
kann eh keiner.
Der Standard ist ja keine Parteizeitung.
Anmerkung: Empfehle SP-lern die Lektüre der AZ aus den sechziger Jahren, wenn ihnen nicht passt, dass Zeitungen anderes als die Verlautbarungen des SP-Vorstands schreiben dürfen.
www.arbeiter-zeitung.at
der Cap Sepperl gegeben - der war Empfänger eines Einkommens von der Wiener Arbeiterkammer. Wofür er es bekommen hat, weiß ich nicht, für Anwesenheit am Arbeitsplatz jedenfalls laut Zeitzeugen sicher nicht - aber dafür hätte er als SJ- oder VSStÖ-Funktionär eh keine Zeit gehabt.
sollen still sein!
immerhin hat faymann jus in 2 semestern studiert (andere brauchen da jahre), und gleich nach der matura wurde er konsulent eines riesigen österreichischen unternehmens!
also, wo soll da ein intelligenz- oder kompetenzloch sein!
Hat Faymann das Zeugnis denn schon gefunden? Wenn man bösen Gerüchten Glauben schenken darf, war das ja offenbar verlegt. Schon unglaublich, welche Leute in Österreich zur Zeit das Sagen haben. Der arme HC musste sich ja vor Jahren mit irgendwelchen Stummeln duellieren, da seine Verbindung Degen nur für Maturanten erlaubt. Ist aber in guter Gesellschaft, der VP-Bildungssprecher hat auch keinen AHS-Abschluss. Ich weiss schon, darf man nicht überbewerten - aber offenbar kriegt man in Österreich für Politjobs nur mehr B-Personal. Gutes Zeichen ist das keines.
können rotwähler nicht zählen, oder hab ich eine falsche quelle?
"Von 1985 bis 1988 studierte er vier Semester Rechtswissenschaften, ohne aber das Studium abzuschließen. Er arbeitete als Konsulent der Zentralsparkasse. Faymann war von 1985 bis 1994 Mitglied des Wiener Landtages und Gemeinderates."
anscheinend hat er ja nicht einmal abgeschlossen ;)
der diversen SP-Häuptlinge recherchiert? In jungen Jahren standen einige SJ-, JG- und VSStÖ-Funktionäre auf der Payroll von Einrichtungen, die als SP-nahe bezeichnet werden, die aber nichtsdestoweniger fremdes Geld verwaltet haben und Berufsjugendlichen ein Einkommen ohne (in Worten: ohne) Gegenleistung gezahlt haben.
Aber ein Kanzler braucht neben inhaltlichem auch eine klare Mehrheit in der Bevölkerung. Faymann mag ein wenig zuviel Populismus einsetzen, aber hat eine klare Linie, eine klares Programm, eine klare Sprache und die Partei steht hinter ihm. Das fehlt Pröll und der ÖVP.
Kreisky, der unumstritten beste und beliebteste Kanzler seit dem ich politisch denken kann und Vranitzky, der zweitbeste und zweitbeliebteste waren auch nicht anders.
Faymann hatte als Wiener Wohnbaustadtrat das unselige Konstrukt "Wiener Wohnen" samt deren undurchschaubaren Töchter "Hausbetreuung " und "Aussenbetreuung" erfunden. Natürlich mit all den typischen Systemdetails der fiskalischen Undurchschaubarkeit, politischen Verfilzungen und roten Netzwerken, teilweise zum massiven Schaden der Gemeindebaumieter. Was blieb von damals über ? Legionen von Lächlerfotos von irgendwelchen Rohbaufeiern und skandalösen Wohnhauseröffnungen wie das bei der Spittelau/Stadtbahnbögen. Wie schrieb sogar Christian Rainer im aktuellen Profil? Ein Brachialpopulist der üblesten Sorte
Faymann = POPULIST
Nicht mehr, nicht weniger!
Da war mir der Umfall-Gusi wesentlich lieber!
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