"Kärntner Volksseele verletzt"

16. November 2008 16:42
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    Foto: gert eggenberger

    Uwe Scheuch ist der neue BZÖ-Landesparteiobmann in Kärnten.

Uwe Scheuch ist der neue Chef in Kärnten und damit der starke Mann in der Partei - Im STANDARD-Interview erklärt er, wie er auch ohne Jörg Haider erfolgreich sein will

... und wo er die Grenzen der Kunst sieht.

STANDARD: Sie treten als Kärntner Parteiobmann in die Fußstapfen Jörg Haiders. Fühlen Sie sich in diesen großen Schuhen wohl?

Scheuch: Ich habe nicht die Schuhe Jörg Haiders angezogen, sondern ich habe meine eigenen an. Ich werde aber versuchen, aus den Spuren, die er hinterlassen hat, zu lernen und darauf aufzubauen. Aber ich werde auch meinen Weg gehen, der sehr wohl in Zukunft erfolgreich sein kann. Das hat jetzt schon die Geschlossenheit des Parteitages und unserer Spitzenfunktionäre gezeigt.

STANDARD: Waren Sie schon am Grab Jörg Haiders im Bärental?

Scheuch: Nein, da war ich noch nicht. Das war bis jetzt noch nicht möglich, weil das politische Erbe Jörg Haiders geordnet werden musste. Wenn ich zu seinem Grab gehe, dann möchte ich dafür wirklich Zeit haben. Und das werde ich ohne Medienbegleitung tun.

STANDARD: Wie verstehen Sie sich mit Jörg Haiders Witwe Claudia?

Scheuch: Ich verstehe mich sehr gut mit ihr. Wir waren ja auch schon zusammen mit Jörg ein gutes Team. Die schrecklichen Ereignisse haben uns mit Claudia noch mehr zusammengeschweißt.

STANDARD: Welche politischen Akzente wollen Sie jetzt setzen?

Scheuch: Ich werde jetzt meine ganze Energie daran setzen, dass wir bei der Kärntner Landtagswahl wieder die Nummer eins werden und mit Gerhard Dörfler den Landeshauptmann verteidigen. Ich werde mit meinem Team beweisen, dass es diese Bewegung auch nach Jörg Haider noch gibt und dass sie auch ohne ihn erfolgreich sein kann.

STANDARD: Wann soll die Parteiobmann-Frage im Bundes-BZÖ entschieden werden?

Scheuch: Ich würde präferieren, wenn man nach dem großen Wahlerfolg vom September erst einmal die Länder konstituiert und danach erst den Bundesparteitag ansetzt. Ob das vor oder nach der Kärntner Wahl ist, spielt keine Rolle.

STANDARD:
Würden Sie auch den Bundesobmann machen?

Scheuch: Ich glaube, dass ich mit der Arbeit des Kärntner Parteiobmanns zu hundert Prozent ausgefüllt bin, ich habe auch eine Regierungsfunktion und eine Familie, die ihren Mann und Papa braucht. Deshalb glaube ich, dass eine Funktion auf Wiener Ebene derzeit nicht klug wäre.

STANDARD: Soll es ein Kärntner sein? Klubobmann Josef Bucher etwa?

Scheuch: Als Kärntner wünsche ich mir natürlich einen Kärntner. Aber wir haben auch in anderen Ländern kluge Köpfe, Herbert Scheibner etwa oder Uschi Haubner.

STANDARD: Jörg Haider war der Architekt einer möglichen weiteren Rechtskoalition in Österreich. Jetzt kommt wieder Rot-Schwarz.

Scheuch: Ich glaube, dass Schwarz-Blau-Orange eine Chance gehabt hätte, die sicher durch Jörgs Tod zunichte gemacht wurde. Ich bin aber überzeugt, dass man dem Wählerwillen Rechnung tragen sollte. Es gibt rechts der Mitte eine Mehrheit. Das wäre die vernünftigste Re_gierungsform für Österreich.

STANDARD: Sie empfehlen den Kabarettisten Stermann und Grissemann Urlaub auf der Saualm in der Sonderanstalt für Asylwerber. Was wollen Sie damit sagen?

Scheuch: Das ist ein wunderschönes Ausflugsgebiet und es gibt eine gute Luft da oben.

STANDARD: Warum regt man sich über ein Kabarett so auf? Wollen Sie der Kunst Grenzen setzen?

Scheuch: Grenzen sind für mich dann erreicht, wenn der Einzelne oder Gruppen gedemütigt oder pietätlos behandelt werden und wenn es zu einem massiven Volkszorn kommt. Stermann und Grissemann haben die Kärntner Volksseele wirklich verletzt. Es ist auch Aufgabe der Politik, dass man die Meinung des Volkes kommuniziert und sich nicht in kritischen Fragen hinter irgendeinem Kunstverständnis versteckt.

STANDARD: Die Kunst hört also dort auf, wo die Kärntner Volksseele verletzt wird?

Scheuch: Wenn man die Kärntner Volksseele verletzt, dann hat die Kunst ihre Grenzen. Aber das ist auch bei der oberösterreichischen, der Tiroler Volksseele so. Ich habe noch nicht gesehen, dass man sich über Andreas Hofer lustig gemacht hat.

STANDARD: War es klug von Landeshauptmann Gerhard Dörfler, im Zusammenhang mit dem Streit um zweisprachige Ortstafeln das „gesunde Volksempfinden", einen NS-belasteten Begriff, zu bemühen?

Scheuch: Es ist nicht meine Art, meinen politischen Mitstreitern über Medien auszurichten, was sie richtig oder falsch machen. Ich weiß mit dieser Thematik sehr sensibel umzugehen. Ich bin 1969 geboren, also viele Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, der so viel Unheil über das Land gebracht hat und sicherlich durch nichts zu rechtfertigen ist. Aber man sollte auch einmal zur Einsicht kommen, dass diese Zeit vorbei ist und man sich den modernen Herausforderungen stellen muss.

STANDARD: Sie stammen aus einer hochpolitischen, altfreiheitlichen Familie mit nationaler Ausrichtung. Welchen Stellenwert hat diese Tradition für die orangen Freiheitlichen?

Scheuch: Ich glaube, dass es auch diese starken tiefverwurzelten freiheitlichen Familien braucht, die aus der Tradition heraus eine gewisse Stärke haben, wiewohl sich die Anforderungen in der heutigen Zeit geändert haben. Aber diese Verwurzelung gibt einen gewissen Rückhalt und ein Wertebild, das immer wieder auch eine gute Grundlage für Entscheidungen ist. (Elisabeth Steiner, DER STANDARD, Printausgabe, 17.11.2008)

 

 

Zur Person: Uwe Scheuch (39), Agrar-Ingenieur und Bauer, begann seine politische Laufbahn 2001 als Vizepräsident der Kammer für Land- und Forstwirtschaft, wurde rasch Parteisprecher und zog 2003 als Nationalrat ins Parlament ein. Scheuch bleibt Haider auch nach der Gründung des BZÖ treu und wechselt als Landesrat nach Kärnten. Am Samstag wurde er mit 96,2 Prozent als Kärntner BZÖ-Chef gewählt.

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störrisches Stimmvieh
23.11.2008 11:10
Ja und?

Der Mann wurde niemals von einem Gericht verurteilt und ist deshalb ein
---unbescholtener Staatsbürger---

Alles andere wäre demokratisch und rechtsstaatlich äußerst bedenklich.

galiontariaho
30.11.2008 14:48
also...

...kann man ihn maximal auf die saualm stecken

deinetwegen
03.01.2009 20:14

wo sind Sie denn?

sorry, ich vermisse sie zufälligerweise

sonja perger
13.12.2008 18:41

Ach .......Sie???

Was Sie nicht alles sagen. Aber stellen Sie sich vor,
auch auf der Sau-Alm würde es ihm gut gehen, weil es dort sehr schön ist.
Er kann noch mehr, auch wenn Sie es nicht glauben, so werde sie Augen machen.

Schönen Abend noch

sonja perger
07.12.2008 11:13

bin erstaunt
so ein umgangston passt nicht zu ihnen
oder spielen sie was vor??
wozu denn, bitte

die verhetzte kärntner volksseele
01.12.2008 10:53
freilich!

das ist ja nur so eine art besserungsanstalt, verstehen sie?

radi
22.11.2008 20:52
http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXI... 050817.pdf

warum über den no a wort verleren.

gregslow1
21.11.2008 21:31
wie meint er das:

"Grenzen sind für mich dann erreicht, wenn der Einzelne oder Gruppen gedemütigt oder pietätlos behandelt werden"

- ist das schon wieder so ein fieser vorwurf gegen einen, der sich im auto derstessn hat und sich nicht mehr wehren kann? wann wird endlich ein schlussstrich unter die leidige slowenenfrage gezogen und frisch, fromm, fröhlich frei in die zukunft geblickt?

Leselust
21.11.2008 23:58
Bauer

Die Ideologie von Herrn Scheuch ist gefährlich und bedenklich, kleingeistig, provinziell u.a. Er sollte besser nur Bauer bleiben.

sonja perger
13.12.2008 18:42

"Nur Bauer...." ???

wie das klingt, sie haben keine Ahnung, dass es Bauern gibt, die mehr auf der Platte haben, als so mancher, der im Parlament sitzt, und das Volk
vertritt.
Nur mal nebenher angemerkt

sonja perger
25.11.2008 18:26

und Sie sollten besser still sein!

bevor sie hier jemanden gross angehen,
der ihnen sicher nie was getan haben kann!

SUSI_R
29.11.2008 13:20
Sie sollten satt eines forums besser einen spezialisten aufsuchen, sowas ist behandelbar.

sonja perger
29.11.2008 13:57

satt oder statt??

was meinen sie mit "sowas"

sprechen Sie aus Erfahrung, wenn Sie Dinge andeuten, dann bitte in der Form, dass sie auch verstanden werden können.

Im übrigen bleibt die Frage wirklich offen, was und wer behandelbar gehöre.
Aber so ist es im Leben, Köpfe ticken nicht alle gleich, und das ist gut so.

SUSI_R
30.11.2008 19:36
Sie dürfen den rechtschreibfehler behalten, rechtsrechte reckin.

sonja perger
14.12.2008 20:40

sie amüsieren mich ........schön!

sie sind sicher ganz "a kluge" !!!
ich staune

CaroIina
03.01.2009 19:35
das kann man von Ihnen leider nicht behaupten, Sie gehören zu den fanatischen Unklugen

CaroIina
15.12.2008 10:46
Ihre Intelligenz zu unterbíeten ist sehr schwer. das schafft niemand.

sonja perger
15.12.2008 11:51

sie haben recht,
wir unterscheiden uns nur in einem punkt,
das ist die perspektive......nehmen sie es,
wie sie es verstehen können, dann wirds nicht
zu schwierig

CaroIina
03.01.2009 19:36
ihr dach hat einen gewaltigen schaden.

deinetwegen
03.01.2009 19:45

lach:
gut dass Ihr Dach dicht ist,
allerdings zu dicht,
deswegen kommt leider nichts rein!!

tut mir aber schon leid für Sie, so beschränkt
durch die gegend zu laufen,
und merken Sie sich eines:
wer wind sät, der erntet sturm! so ist es

CaroIina
03.01.2009 21:55
liebe frau perger, versuchens ordnung in ihre nickvielfalt zu bringen und antwortens mit dem "richtigen"

deinetwegen
03.01.2009 22:32
Wieso bitte? ICH hab doch kein Problem damit!

sonja perger
24.11.2008 13:40

was halten sie denn vom bauernstand

nur mal vorsichtig gefragt

Rinus Michels
20.11.2008 14:43
mhhhh

wie kommt dieser mölltaler bauer dazu, zu bestimmen, was die kärntner volksseele ist?
aber jetzt heissts für die anderen: raus aus den löchern und angriff. kärnten darf nicht mölltal werden! machts was, es wappler!

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