Orange gegen Spice

16. November 2008, 12:04
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Verbot neuer Modedroge gefordert - Kräutermischung dient zum Aromatisieren von Räumen

Wien - Das BZÖ fordert ein gesetzliches Verbot der neuen Modedroge "Spice". Ursprünglich als Kräutermischung zum Aromatisieren von Räumen gedacht, hätten Jugendliche in Österreich mittlerweile dessen berauschende Wirkung entdeckt, so Generalsekretär Martin Strutz. Mittels Entschließungsantrag will seine Fraktion nun ein Verbot des Gemischs bewirken, wie es dies bereits in der Schweiz gebe.

Um fünf Euro soll eine Packung "Spice" im Hanfshop zu kaufen sein. "Die neue Taschengelddroge muss gestoppt werden", so Strutz. Er ist sich sicher, dass der Antrag eine breite Mehrheit finden wird. Strutz verweist auch auf Warnungen des Wiener Drogenkoordinators Michael Dressel. "Es ist völlig inakzeptabel, dass diese Drogenmischung in Österreich legal verkauft werden kann, den Behörden dieses Problem bekannt ist und keinerlei Verbot bisher ausgesprochen wurde." Auf jeder Tiefkühlpizza müsse jede Zutat laut Gesetz genau vermerkt sein, aber bei legal erhältlichen Drogenmischungen bestehe diese Vorgabe nicht.

Unterdessen ging auch eine parlamentarische Anfrage durch Abgeordnete des BZÖ an Konsumentenschutzminister Erwin Buchinger (S). Die orange Fraktion verlangt darin eine Bewertung von "Spice" und will wissen, was man gegen dessen Missbrauch tut. Auch pocht man auf eine Inhaltsangabe auf der Packung des ursprünglichen Räuchermittels. Spice besteht laut Hersteller aus einer Vielzahl verschiedener, teilweise recht exotischer Kräuter wie etwa Marihuanilla, Blauer Lotus und Afrikanisches Löwenohr. (APA)

 

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    Martin Strutz will das Räuchermittel "Spice" verbieten lassen

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